Allianz-Beteiligung Hartford: Hedge-Fonds fordert Zerschlagung von Versicherer

Allianz-Beteiligung Hartford
Hedge-Fonds fordert Zerschlagung von Versicherer

Der Finanz-Manager John Paulson drängt den US-Traditionsversicherer Hartford zu einer Aufspaltung, um das Unternehmen lukrativer zu machen. Dies dürfte den Konzern Allianz aufhorchen lassen, der Anteile an Hartford hält.
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New YorkDie Allianz-Beteiligung Hartford Financial ist ins Visier des prominenten Hedge-Fonds-Managers John Paulson geraten. Paulson, der sich in der Finanzkrise mit Wetten gegen die US-Banken einen Namen gemacht hatte, fordert vom Management des über 200 Jahre alten Versicherers eine Aufspaltung der Firma, wie aus seinen jüngsten Pflichtmitteilungen hervorgeht. Er verspricht sich davon, dass die Einzelteile der Firma an der Börse mehr wert sind als der Gesamtkonzern, dessen Aktie in den vergangenen Jahren drastisch an Wert verloren hat.

Zuletzt hatte eine Reihe von US-Firmen, darunter der Nahrungsmittelkonzern Kraft (Milka, Toblerone) einen solchen Schritt erfolgreich umgesetzt. Paulson ist mit einem Anteil von 8,4 Prozent einer der größten Aktionäre von Hartford. Hartford musste im vierten Quartal einen drastischen Ergebniseinbruch verkünden. Gestern legte die Aktie in Reaktion auf Paulsons Forderungen rund fünf Prozent zu.

Der deutsche Versicherungskonzern Allianz hatte sich mitten in der Finanzkrise 2008 mit 2,5 Milliarden Dollar in die Hartford investiert. Seither hat sich deren Aktienkurs mehr als halbiert. Seit langem halten sich Gerüchte, der Münchener Konzern könne ein Interesse haben, Hartford ganz zu übernehmen. Bob MacDonald, ein ehemaliger Chef von Allianz Life in den USA fordert die Zentrale immer wieder auf, darüber nachzudenken. Er argumentiert, Hartford würde gut ins Portfolio der Allianz in den USA passen.

Offiziell gilt in München immer noch die seit Jahren vorgetragene Haltung, es handele sich bei Hartford allein um ein Finanzinvestment. Wegen der bevorstehenden Bilanzpressekonferenz in der kommenden Woche herrscht in dem Konzern die übliche Kommunikationssperre, im Finanzmarktjargon „Quiet Periode“ genannt.

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