Allianz
Diekmann bekommt zum Abschied weniger Geld

Der scheidende Allianz-Chef Michael Diekmann erhält weniger Geld zum Abschied. Die Führungsriege des Versicherers habe nicht alle Ziele erreicht. Aktionäre hingegen können sich über eine Rekorddividende freuen.
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FrankfurtBei der Allianz können sich nur die Aktionäre über mehr Geld in der Tasche freuen. Der Vorstand bekommt für das abgelaufene Jahr weniger, weil offenbar nicht alle Ziele erreicht wurden. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht von Europas größtem Versicherer hervorgeht. Die gesamte Vergütung des Führungsgremiums, die sich aus Grundgehalt, kurz- und langfristigen Boni sowie Pensionszusagen zusammensetzt, sank demnach auf 45,5 Millionen Euro. Davon erhält der scheidende Konzernchef Michael Diekmann 6,9 Millionen Euro. Er übergibt zur Hauptversammlung im Mai nach zwölf Jahren das Ruder an seinen Vorstandskollegen Oliver Bäte.

Die Allianz hatte 2014 einen operativen Gewinn von 10,4 Milliarden Euro eingefahren, drei Prozent mehr als im Vorjahr.

Größere Sprünge waren dieses Mal nicht drin, weil der einstige Wachstumstreiber Vermögensverwaltung rund um die US-Anleihetochter Pimco schwächelt. Den Anlegern versüßt Diekmann seinen Abschied mit einer Rekorddividende, weil der Konzern auf sehr viel Cash sitzt: Geplant sind 6,85 Euro je Aktie – insgesamt 3,1 Milliarden Euro, die Hälfte des Jahresüberschusses.

Für 2015 peilt die Allianz ein operatives Konzernergebnis von 10,4 Milliarden Euro plus/minus 400 Millionen an, wie sie im Geschäftsbericht bekräftigte. „Das Jahr 2015 begann mit hoher Volatilität an den Kapitalmärkten, einer zusätzlichen Schwächung des Euro, weiter gesunkenen Zinsen und der Ankündigung von Anleihekäufen durch die Europäische Zentralbank“, erklärte die Allianz ihre Vorsicht. Die EZB werde ihre Niedrigzinspolitik auf absehbare Zeit fortschreiben, was Sparer und die Assekuranz weiter belaste.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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