Allianz
Gerüchte um Übernahme treiben Generali-Kurs

Nicht zum ersten Mal wird die Allianz mit dem Konkurrenten Generali als möglichem Übernahmekandidat in Verbindung gebracht. Der deutsche Versicherer ist auf der Suche nach einem Fusionspartner bisher nicht fündig geworden.
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MailandIn Italien sind Spekulationen um eine Übernahme von Teilen des Versicherers Generali durch den größeren deutschen Rivalen Allianz wieder aufgeflammt. Die Tageszeitung „La Stampa“ berichtete am Wochenende, dass die zweitgrößte italienische Bank Intesa Sanpaolo einen Einstieg bei Generali erwäge.

Im Zuge dessen könnten die Bayern Teile des Versicherers aus Triest übernehmen. Das trieb den Aktienkurs von Generali am Montag um mehr als fünf Prozent nach oben. Generali und Allianz bezeichneten den Bericht als „Marktgerücht“ und wollten sich dazu nicht äußern. Der Kurs der Allianz-Aktie gab im Einklang mit der Entwicklung im Leitindex Dax leicht nach.

Italienische Analysten und Händler äußerten sich skeptisch zu dem Bericht. Eine Integration von Generali in Intesa berge Risiken, und die Allianz könne auf Widerstand aus der Politik und von Wettbewerbshütern stoßen.

Um Generali ranken sich seit Monaten Übernahmespekulationen, vor allem um eine Fusion mit der französischen Axa. Noch im alten Jahr waren Gerüchte aufgekommen, die Allianz könne das französische Sachgeschäft von Generali übernehmen. In Unternehmenskreisen waren solche Pläne aber zurückgewiesen worden.

Allianz-Chef Oliver Bäte hat große Übernahmepläne, unter anderem in den USA, ist aber bisher nicht fündig geworden. Gespräche mit Zurich waren vor rund einem Jahr laut Finanzkreisen im Sande verlaufen.

UniCredit-Chef Jean-Pierre Mustier hatte sich kürzlich gegen einen Verkauf von Generali ausgesprochen. „Für mich ist Generali wichtig für das Land“, sagte der Franzose. „Generali muss italienisch bleiben, und Mediobanca muss die Unabhängigkeit des Versicherers schützen.“

Die mittelgroße Mediobanca ist Großaktionär von Generali, UniCredit ist wiederum an der Mediobanca maßgeblich beteiligt. Hinter den Äußerungen stecken wachsende Sorgen in Italien vor einem Ausverkauf des Landes nach Frankreich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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