Allianz
Keine Angst vor Übernahmeversuchen

Laut Insidern war die Allianz ins Visier zweier mächtiger Investoren aus China geraten. Doch Europas größter Versicherer gibt sich gelassen. Man sei gut gerüstet gegen Übernahmeversuche, sagt Finanzvorstand Wemmer.
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BerlinDie Allianz fühlt sich gut gerüstet gegen mögliche Übernahmeversuche. „Wer ein Unternehmen wie die Allianz mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 85 Milliarden Euro übernehmen wollte, müsste ja auch noch eine Prämie bezahlen. Wir sind wegen unseres Eigengewichtes gut geschützt“ sagte der Finanzvorstand von Europas größtem Versicherer, Dieter Wemmer, der „Börsen-Zeitung“ (Samstagausgabe).

Der Münchner Dax-Konzern war Insidern zufolge ins Visier zweier mächtiger Investoren aus China geraten. Die Versicherungsgruppe Anbang und der Mischkonzern HNA hätten in diesem Jahr jeweils unabhängig voneinander den Erwerb eines Mehrheitsanteils ausgelotet. HNA hätte sich auch mit einem Minderheitsanteil zufriedengegeben. Die Gespräche seien aber beendet worden, weil die regulatorischen Hürden in Deutschland und China als zu hoch eingestuft wurden. Die Allianz-Führung habe zudem wenig Interesse gezeigt, berichteten die Insider. „Ich habe wirklich keine Ahnung, woher dieses Thema gekommen ist“, sagte Wemmer jetzt.

Am Freitag schloss die Allianz-Aktie bei gut 197 Euro. Der Firmenwert beläuft sich damit auf 87,7 Milliarden Euro. Die Allianz ist gemessen an ihrem Börsenwert weltweit die Nummer vier der Branche.

Eigene Groß-Akquisitionen will Wemmer nicht forcieren: „Derartige strategische Züge kann man nicht erzwingen. Ich fände es schlecht, sich unter Druck setzen zu lassen.“ Die Allianz werde flexibel reagieren, wenn es Möglichkeiten auf dem Markt gebe.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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