Allied Irish
Irland will Gläubiger zur Kasse bitten

Irlands Regierung will die nachrangigen Gläubiger der faktisch verstaatlichten Allied Irish Banks zur Kasse bitten und gebeutelten Steuerzahler eine kleine Verschnaufpause gönnen.
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DublinDurch eine Entscheidung des höchsten Gerichts des Landes sei der Weg freigemacht, weniger Steuergelder für die Rettung der Allied Irish Banks aufzuwenden, teilte das irische Finanzministerium am Donnerstag mit. Die Regierung hielt sich vor, jeden notwendigen Schritt zu unternehmen, um eine „angebrachte Lastenverteilung“ durch die nachrangigen Gläubiger zu gewährleisten. 

Durch den Gerichtsentscheid könnten die 2,6 Milliarden Euro an nachrangigen Schulden bis zu 80 Prozent ihres Wertes verlieren, sagte Finanzminister Michael Noonan. Irische Banken haben der Zentralbank zufolge sieben Milliarden Euro an ausstehenden nachrangigen Schulden. 

Die Regierung hatte im März angekündigt, von den Gläubigern einen wesentlichen Beitrag zur Rekapitalisierung der Branche verlangen zu wollen - die Kosten haben bislang vor allem die Steuerzahler geschultert. 

Der Großteil des durch eine hemmungslose Kreditvergabe ruinierten irischen Bankensektors ist bereits verstaatlicht. Die Rechnung für die Rettung der Branche beläuft sich auf rund 70 Milliarden Euro. Irland hatte im vergangenen November von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds finanzielle Hilfen über 85 Milliarden Euro erhalten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Allied Irish : Irland will Gläubiger zur Kasse bitten"

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  • Die Banken werden zur Zeit vom Steuerzahler gerettet. Warum soll man nicht in Zukunft die Steuerzahler vor den Banken retten.

  • Na bitte, geht doch. Frau Merkel, schauen Sie doch bitte mal nach Irland. Eine weitere Geburtsgsfeier fuer Herrn Ackermann eruebrigt sich dann zwar, war sowieso nicht so ganz gut diese Idee mit der Einladung.

  • So weit ich diesen Schritt verstehe wird er auf der Basis von Freiwilligkeit durchgeführt. Welcher Gläubiger wird schon freiwillig auf sein Geld verzichten...

    Gibt es eine legale Möglichkeit die Namensliste der Gläubiger einzusehen?

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