Alliianz-Mann Joachim Faber
Pimco ist die Macht in der Allianz

Ende des Jahres geht der Leiter der zweitgrößten Vermögensverwaltung in den Ruhestand: Joachim Faber von Allianz Global Investors.
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FrankfurtIn etwas mehr als zehn Jahren hat er einen Asset-Manager mit einem Kapital von 1,5 Billionen Euro geschaffen. Das ist vor allem der zur Jahrtausendwende erworbenen US-Anleihetochter Pimco zu verdanken, deren Volumen sich auf über 900 Milliarden versechsfacht hat. „Pimco liefert global ungefähr zwei Drittel unserer gesamten Erträge, vor fünf Jahren waren es noch rund die Hälfte“, sagt Faber. Mit dem Betriebsergebnis von zwei Milliarden Euro für das vergangene Jahr zeigt sich Faber zufrieden.

Doch Pimco führt nach dem rasanten Wachstum ein immer stärkeres Eigenleben im Konzern, bietet beispielsweise auch Produkte für andere Vermögensformen wie Rohstoffe oder Aktien sowie alternative Anlagen an. Faber sieht darin kein Problem. Er will insbesondere an seinen Aktienmanagern in USA, der größte davon RCM, festhalten.

Doch unabhängige Branchenexperten attestieren der Allianz Nachholbedarf beim Produktabsatz und bei den Wertentwicklungen der Produkte außerhalb des Pimco-Universums. Während Pimco allein im vergangenen Jahr 123 Milliarden Euro zuflossen, werden aus den Aktienfonds der Allianz Global Investors eher Gelder abgezogen. „Die Aktienfonds sind nicht einmal halb so gut wie jene von Spitzenanbietern wie Threadneedle, Blackrock oder JP Morgan“, sagt Christian Michel, Leiter Research bei der Fondsbewertungsagentur Feri Eurorating.

Die Zukunft sieht Faber in neuen Produkten, die stärker auf positive Renditen zielen und in einer engeren Verzahnung von Vermögensverwaltung und Versicherungsgeschäft. Deshalb soll sein Nachfolger Jay Ralph auch weiterhin das US-Lebensversicherungsgeschäft führen.

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