Altersvorsorge: Ergo-Chef will flexiblere Lebensversicherungen

Altersvorsorge
Ergo-Chef will flexiblere Lebensversicherungen

Die Lebensversicherung ist für Ergo-Chef Torsten Oletzky kein Auslaufmodell.
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FrankfurtDie Lebensversicherung ist für Ergo-Chef Torsten Oletzky kein Auslaufmodell.

„Es gilt der alte Satz: Totgesagte leben länger“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Munich-Re-Tochter in einem Interview mit der Tageszeitung „Rheinische Post“. Die Lebensversicherung sei ein gutes Produkt für die Basisabsicherung im Alter. Aber die Versicherer müssten den Wunsch der Kunden nach Flexibilität stärker berücksichtigen: „Wir brauchen Produkte, die sich der individuellen Lebensplanung der Versicherten stärker anpassen und zum Beispiel bei Ein- und Auszahlungen zeitlich flexibler werden.“ 

Die deutschen Lebensversicherer stehen unter Druck durch das neue EU-Regelwerk Solvency II, das für die Branche ab 2013 gilt. Für langlaufende Garantien, wie sie in der deutschen Lebensversicherung üblich sind, soll der Kapitalbedarf steigen. Das führt womöglich zu einem Ausleseprozess in der Branche. Manche Manager stellen die bisher üblichen, lebenslangen Garantien daher ganz infrage. Das Finanzministerium hatte den Garantiezins für Lebensversicherer zuletzt von 2,25 auf 1,75 Prozent gesenkt. Dies gilt aber nur für neue Verträge ab 2012.

Ob Solvency II Lebensversicherungen teurer macht, vermochte Oletzky noch nicht zu sagen. „Aber dass das Regelwerk Auswirkungen auf die Preise haben kann, steht außer Frage“, sagte er. Veränderungen würden die neuen Regeln in jedem Fall bringen. Ob dadurch eine Konsolidierung in der Branche ausgelöst werden könnte, ließ er offen. Oletzky sagte nur: „Auch kleinere Versicherer haben gute Marktchancen, wenn sie sich ausreichend spezialisieren.“

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