American Express
Der Gewinn steigt, der Chef geht

Beim US-Kreditkartenriese American Express läuft es rund: Überschuss und Erträge sind im abgelaufenen Quartal deutlich gestiegen, Analysten hatten weniger erwartet. Neuigkeiten gab es zudem von Konzernchef Chenault.
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New YorkAmerican Express hat dank stärkerer Kreditvergabe und gestiegener Ausgaben seiner Kunden einen Gewinnsprung im dritten Quartal verbucht. Zudem kündigte der US-Kreditkartenriese am Mittwoch nach US-Börsenschluss den Rücktritt seines Chefs Kenneth Chenault an. Der 66-Jährige wird am 1. Februar nach 16 Jahren an der Spitze vom acht Jahre jüngeren Stephen Squeri abgelöst. Squeri ist seit 1985 für den Konzern tätig und seit 2015 Chenaults Vize im Verwaltungsrat.

Geschäftlich lief es beim Visa-Rivalen zuletzt wieder rund: Der Überschuss kletterte im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahreswert um 19 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro). Die Erträge stiegen um neun Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar. Die Bilanz profitierte auch von geringeren Abgaben an den Fiskus, die effektive Steuerquote fiel im Jahresvergleich von 34 auf 26 Prozent.

Die Ergebnisse übertrafen die Prognosen der Analysten. „Wir starten ein neues Kapitel aus einer Position der Stärke“, sagte Konzernchef Chenault. Anleger reagierten allerdings verhalten, die Aktie drehte nachbörslich ins Minus. American Express ist neben Visa und Mastercard einer der drei großen Kreditkarten-Anbieter weltweit. Anders als die Konkurrenten vergibt die Firma auch den eigentlichen Kredit und streicht so neben Gebühren auch Zinseinkünfte ein.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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