Amtsantritt des DSGV-Chefs
„Landesbanken müssen sich verschlanken“

Der neue Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon fordert von den Landesbanken, dass sie sich weiter verschlanken. Kanzlerin Merkel sagte zu seiner Amtseinführung, dass die Sparkassen das Vertrauen der Bürger hüten müssen.
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BerlinDie Schrumpfkur der Landesbanken ist nach Ansicht des neuen Sparkassenpräsidenten noch lange nicht zu Ende. Die Institute seien dabei, sich von Geschäften zu trennen, die keine realwirtschaftliche Grundlage hätten, sagte Georg Fahrenschon am Dienstag bei der feierlichen Einführung als neuer Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) in Berlin. „Das ist richtig und muss fortgesetzt werden.“ Es habe bereits wesentliche Veränderungen, aber auch Krisen gegeben. „Auch diese müssen verdaut werden“, räumte der ehemalige bayerische Finanzminister ein, der Heinrich Haasis nach sechs Jahren an der Spitze des Lobby-Verbands ablöst.

Fahrenschon brach aber auch eine Lanze für die Landesbanken, von denen viele in der Finanzkrise mit Milliarden-Summen ihrer Eigner gerettet werden mussten. Der 44-jährige DSGV-Chef betonte, in der öffentlichen Debatte dürften die Leistungen der Landesbanken für die Wirtschaft nicht übersehen werden. Fast 20 Prozent der Unternehmenskredite kommen von den Landesbanken.

Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte, zusammen mit den Sparkassen verwalteten die Institute rund 40 Prozent der privaten Ersparnisse in Deutschland. „Die Zahlen zeigen das Vertrauen, das die Bürger den Sparkassen entgegenbringen.“ Dies sei das wichtigste Kernkapital der Sparkassen, mit dem man auch künftig sorgfältig umgehen müsse. „Vertrauen ist genau so ein scheues Reh wie Kapital“, sagte die Kanzlerin beim Festakt im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt vor rund 800 Spitzenvertretern aus Politik und Wirtschaft. 

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