Angeblich Anleihen innerhalb einer Sperrfrist gekauft Goldman Sachs zahlt Millionen an die Börsenaufsicht

10,3 Millionen Dollar zahlen die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs, Goldman Sachs & Company, die Massachusetts Financial Services Company (MSF) und Peter Davisan an die amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission SEC. Mit diesem Vergleich legt sie den Streit um Insiderhandels-Vorwürfe mit US-Regierungsanleihen bei.

HB WASHINGTON. Goldman Sachs zahlt davon nach Angaben der Aufsichtsbehörde 9,3 Mill. Dollar, ohne sich schuldig zu bekennen. Dies teilte die SEC am Donnerstag mit. MSF zahlt insgesamt 917 858 Dollar. Die Ordnungshüter hatte in New York eine entsprechende Zivilklage eingereicht.

Es ging um die auf einer Pressekonferenz des US-Finanzministeriums mit Sperrfrist angekündigte Mitteilung, dass das Ministerium keine Regierungsanleihen mit 30-jähriger Laufzeit mehr ausgeben würde. Die Ankündigung führte nach SEC-Angaben zu der schärfsten eintägigen Kursbewegung für diese Papiere seit Oktober 1987.

Der Berater Peter Davis von der Davis Capital Investment Ideas hatte an der Pressekonferenz des US-Finanzministeriums am Morgen des 31. Oktober 2001 teilgenommen. Er hatte dann laut SEC zahlreiche Kunden darüber informiert, ehe die Sperrfrist des US-Finanzministeriums aufgehoben und die Nachricht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden war.

Goldman-Sachs-Händler kauften nach SEC-Angaben 30-jährige US-Staatsanleihen für 84 Mill. Dollar, während die Nachricht noch gesperrt war und machten dabei illegale Gewinne. MSF-Vertreter kauften 65 Mill. Dollar dieser Titel und machten nach Darstellung der SEC ebenfalls illegale Gewinne.

Es waren laut SEC auch der ehemalige Goldman-Sachs-Ökonom John M. Youngdahl und der MSF-Vizepräsident Steven E. Nothern in diese Geschäfte verwickelt. Sie haben die Vorwürfe nach SEC-Angaben jedoch zurückgewiesen.

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