Angeblich Großbanken interessiert Übernahme-Spekulationen treiben MLP-Aktie

Der Finanz- und Versicherungsmakler MLP sieht entgegen einem anders lautenden Magazinbericht keinen Übernahmeversuch durch mehrere Großbanken. Auch Finanzkreise sagen, eine Übernahme durch Großbanken sei abwegig.

HB FRANKFURT. „MLP will unabhängig bleiben. Und wir haben auch keine Anzeichen, dass eine Partei größere Positionen in MLP aufbaut“, sagte ein Firmensprecher am Dienstag. MLP-Großaktionär und Firmenmitgründer Manfred Lautenschläger wolle sich zudem nicht von seiner gut 29-prozentigen Beteiligung trennen, ergänzte der Sprecher. „Das ist Blödsinn. Da ist nichts dran“, sagten ebenso mehrere mit der Situation vertraute Personen am Dienstag zu Reuters.

„Focus Money“ hatte zuvor berichtet, dass die Deutsche Bank, die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim und die Schweizer UBS eine Übernahme von MLP planten. Diese lehnten eine Stellungnahme ab.

Das Magazin zitierte einen nicht genannten MLP-Großaktionär, die Übernahme des Vermögensverwalters Feri habe den Heidelberger Makler selbst interessanter gemacht. Die größten MLP-Pakete halten Firmenmitgründer Manfred Lautenschläger und der frühere Vorstandschef Bernhard Termühlen.

MLP-Finanzvorstand Nils Frowein sagte dem Anlegermagazin: „Sollten die drei Großbanken Interesse an uns haben, spricht dies für das Geschäftsmodell und die strategische Ausrichtung von MLP.“ Allerdings sei die Unabhängigkeit ein wesentlicher Bestandteil für MLP.

An der Börse legten die im Nebenwerte-Index MDax notierten MLP-Aktien mehr als drei Prozent auf 17,50 Euro zu. MLP wird immer wieder als Übernahmekandidat gehandelt. Zuletzt wurde der französische Versicherer Axa als möglicher Käufer genannt. Allerdings sind die Spekulationen bislang stets im Sande verlaufen.

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