Anteil hiesiger Papiere am Emissionsvolumen in Europa sinkt: Deutscher Pfandbriefmarkt verliert mit Depfa einen großen Spieler

Anteil hiesiger Papiere am Emissionsvolumen in Europa sinkt
Deutscher Pfandbriefmarkt verliert mit Depfa einen großen Spieler

Die deutschen Hypoheken- und Landesbanken bekommen für ihr traditionelles Refinanzierungsinstrument, den Pfandbrief, zunehmend Konkurrenz. Das zeigt die Entscheidung der irischen Depfa Bank plc, ihre Tochter Deutsche Pfandbriefbank zu verkaufen. Pfandbriefe sind mit Hypotheken- oder Staatskrediten gedeckte Anleihen.

FRANKFURT/M. Die Depfa hatte vor zwei Jahren den ersten Pfandbrief nach irischem Recht begeben und seitdem keine deutschen Jumbo-Pfandbriefe – liquide Papiere, die besonderen Richtlinien unterliegen – mehr begeben. Mit Jumbos über rund 38 Mrd. Euro hat die Depfa aber einen Anteil von 11 % am deutschen Jumbo- Markt. Irische Pfandbriefe ( Irish Asset Covered Securities, ACS) der Depfa gibt es über 12,5 Mrd. Euro. In diesem Jahr will sie das Volumen auf 25 Mrd. Euro mehr als verdoppeln.

Insgesamt wird der europäische Markt für Jumbo-Pfandbriefe, für die sich die Bezeichnung Covered Bonds etabliert hat, nach Berechnungen von Banken in diesem Jahr um bis zu 37 % auf 155 Mrd. Euro wachsen. Dabei schätzen die meisten Häuser, dass deutsche Jumbos mit geschätzten Neuemissionen über gut 50 Mrd. Euro den Löwenanteil behalten werden. Mehr Papiere als im Vorjahr werden aber kaum auf den Markt kommen. Deshalb gewinnen andere Covered Bonds an Bedeutung.

Schon länger gibt es Pfandbrief ähnliche Papiere aus Luxemburg, Frankreich und Spanien. Im vergangenen Jahr gab es die ersten Covered Bonds aus Österreich und Großbritannien. In Großbritannien gibt es keine gesetzliche Grundlage für die Emission der Papiere. Die Modernisierung oder Einführung entsprechender Gesetzte wird in Italien, den Niederlanden, Norwegen und Schweden diskutiert.

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