Anteile verkauft
Bankia steigt bei British Airways und Iberia aus

Spanien kann als Aktionär auf die Geschicke von Iberia keinen Einfluss mehr nehmen. Das verstaatlichte Geldhaus Bankia trennt sich von seinen Anteilen an der Holding IAG, zu der neben Iberia auch British Airways gehört.
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MadridDie spanische Großbank Bankia ist bei British Airways und Iberia ausgestiegen. Das verstaatlichte Geldhaus verkaufte seine Anteile an den Fluggesellschaften für 675 Millionen Euro. Bankia war mit einem Kapitalanteil von 12,09 Prozent der größte Aktionär der Holding IAG (International Airlines Group), die aus der Fusion von British Airways und Iberia hervorgegangen war.

Wie das Geldinstitut am Donnerstag der Madrider Börsenaufsicht (CNMV) mitteilte, wurde das Aktienpaket an „qualifizierte Anleger“ veräußert. Der Verkauf habe der Bank einen Nettoertrag von 167 Millionen Euro eingebracht. Damit verfüge Bankia weder direkt noch indirekt über irgendwelche IAG-Anteile.

Die größten Aktionäre der Holding sind nun verschiedene Investmentfonds, deren Beteiligungen jeweils unter 5,5 Prozent liegen. In der Presse war vor wenigen Wochen spekuliert worden, das Emirat Katar am Persischen Golf könnte Interesse an den Bankia-Anteilen haben.

Das Geldinstitut, Spaniens viertgrößte Bank, war im vorigen Jahr mit staatlicher Hilfe vor einem drohenden Zusammenbruch bewahrt und verstaatlicht worden. Bankia musste im Gegenzug einen Sanierungsplan vorlegen, der neben einer drastischen Reduzierung des Filialnetzes den Verkauf von nicht-strategischen Firmenbeteiligungen vorsieht.

Bankia verkaufte seine IAG-Anteile zu einem Preis von 2,9 Prozent unterhalb des Marktwerts. Mit dem Ausstieg des verstaatlichten Geldinstituts bei IAG verliert die spanische Regierung die Möglichkeit, als Aktionär auf die Geschicke von Iberia Einfluss zu nehmen.

Die einstige spanische Staatslinie ist finanziell stark angeschlagen und kämpft nach Angaben der Konzernführung ums Überleben. Iberia reduziert das Netz der Flugverbindungen und die Zahl der Mitarbeiter. Die spanischen Gewerkschaften halten der IAG-Führung vor, den Interessen von British Airways Vorrang zu geben und Iberia zerschlagen zu wollen. Demgegenüber betont die Holding, Iberia sei aufgrund hoher Verluste zu drastischen Einschnitten gezwungen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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