Arag
Abkehr vom deutschen Rechtsschutzmarkt

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Arag will Beitragsrückgang stoppen

Auf dem deutschen Markt holt Arag zwei Drittel seiner Einnahmen. Hier sei das Geschäft mit 2,6 Prozent - stärker als die Branche - auf leicht über 1,0 Milliarden Euro gewachsen. Das Rechtsschutzgeschäft als größtes Konzernsegment habe weiter seine hervorgehobene Position unter den drei weltweit führenden Rechtsschutzanbietern gefestigt. Trotz der erheblichen Unsicherheiten in den meisten europäischen Volkswirtschaften seien die Beitragseinnahmen in dieser Sparte um 1,0 Prozent auf 713,9 Millionen Euro gestiegen. Das Volumen des internationalen Geschäfts mache nun 58,4 Prozent am gesamten Rechtsschutz aus.

„Im Gegensatz zu den internationalen Märkten zeigt der deutsche Rechtsschutzmarkt mit seinen knapp 50 Anbietern keine Wachstumsfantasie außerhalb der üblichen Beitragsanpassungen“, bilanziert Faßbender. „Meine Strategie zielt daher zunächst nur darauf ab, den Beitragsrückgang in diesem Markt zu stoppen. Praktisch nicht refinanzierbare Beitragszuwächse überlasse ich anderen.“ Durch das gute Neugeschäft und eine erfolgreiche Stornobekämpfung käme Arag einem Stopp beim Beitragsrückgang langsam näher. Die Beitragseinnahmen in Deutschland sanken um 1,0 Prozent auf 296,9 Millionen Euro.

Der Marktanteil im deutschen Rechtsschutz sank von 9,1 auf 8,7 Prozent. „Ich kann Ihnen aber versichern, dass diese Prozentzahl in meinen unternehmerischen Überlegungen keine entscheidende Rolle spielt und als Gradmesser für die Qualität des Geschäftes nicht taugt.“ Wesentlich bedeutsamer als eine Umsatzmaximierung sei es, dass das deutsche Rechtsschutzgeschäft operativ wieder gutes Geld verdient. Nach einem versicherungstechnischen Verlust von 7,3 Millionen Euro im Vorjahr sei mit einem Gewinn von 13,5 Millionen Euro eine deutliche Ergebnisumkehr gelungen.

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