Argentinien
Gericht fordert Festnahme von Credit-Suisse-Manager

Er war amerikanischer Finanzstaatssekretär und ist Manager bei Credit-Suisse, jetzt droht ihm das Gefängnis: Ein argentinisches Gericht ordnete die Festnahme von David Mulford an. Interpol soll eingeschaltet werden.
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Buenos AiresEin argentinischer Bundesrichter hat die Festnahme des früheren US-Finanzstaatssekretärs und Credit-Suisse -Managers David Mulford angeordnet. Mulford sei im Verfahren zum Schuldentausch in Argentinien vor elf Jahren nicht zu einer Aussage vor Gericht erschienen, begründete Marcelo Martinez de Giorgi laut der staatlichen Nachrichtenagentur am Montag seine Anfrage bei Interpol, einen internationalen Haftbefehl auszusprechen.

Mulford, der derzeit als Vize-Chairman für das internationale Geschäft bei der Schweizer Bank arbeitet, gilt als einer der Architekten des Schuldentauschs. Dieser schlug fehl und Argentinien wurde 2002 unter einer Schuldenlast von rund 100 Milliarden Dollar zahlungsunfähig.

Das zuständige Gericht ermittelt seit mehr als zehn Jahren, ob argentinische Regierungsmitarbeiter sich straffällig bei dem Schuldenswap gemacht haben. Der frühere Wirtschaftsminister Domingo Cavallo und Finanzstaatssekretär Daniel Marx sind angeklagt worden.

Die Credit Suisse wollte keine Stellung nehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Argentinien: Gericht fordert Festnahme von Credit-Suisse-Manager"

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  • Argentinien soll erst einmal seine vor deutschen Gerichten titulierten Verbindlichkeiten bedienen, bevor man nach über 10 Jahren (!) PR-wirksame Haftbefehle erlässt...;

  • Jede Karriere hat ein Ende... ob die CreditSuisse so eine Vorladung toleriert oder der Kopf nun rollt, sehen wir in Kürze.

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