Asset und Wealth Management

Deutsche Bank will Wachstumsphase in Asien einläuten

Wealth Management zählt zu den wenigen Bereichen, die die Deutsche Bank im Zuge der neuen Strategie ausbauen will. In Asien nimmt die Bank dafür nun viel Geld in die Hand. Geplant sind einige „ehrgeizige Maßnahmen“.
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huGO-BildID: 43637422 ARCHIV - Co-CEO of Deutsche Bank, Juergen Fitschen, speaks during the opening of the 14th Asia Pacific Conference of German Business (APK) in Ho Chi Minh City, Vietnam, 21 November 2014. Photo: Bodo Marks/dpa (zu dpa "Anklage sieht bei Deutsche-Bank-Managern gezielte Absprachen" vom 22.04.2015)lby; Bayern +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa
Deutsche Bank - Jürgen Fitschen

huGO-BildID: 43637422 ARCHIV - Co-CEO of Deutsche Bank, Juergen Fitschen, speaks during the opening of the 14th Asia Pacific Conference of German Business (APK) in Ho Chi Minh City, Vietnam, 21 November 2014. Photo: Bodo Marks/dpa (zu dpa "Anklage sieht bei Deutsche-Bank-Managern gezielte Absprachen" vom 22.04.2015)lby; Bayern +++(c) dpa - Bildfunk+++

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Deutsche Bank AG will die Zahl der Mitarbeiter im Bereich Asset und Wealth Management in Asien in diesem Jahr um fünf bis zehn Prozent aufstocken. Der Plan gehört zur neuen Strategie der Bank und soll das Ertragswachstum stärken.

„Wir werden die nächste Wachstumsphase in Asien wohl mit einigen ehrgeizigen Maßnahmen einläuten”, sagte Ravi Raju, Leiter Asien-Pazifik bei Deutsche Asset & Wealth Management, im Interview mit Bloomberg in Hongkong.

Zu den mehr als 800 Mitarbeitern in der Region dürften im Zuge der Ausrichtung auf insbesondere China, Indien und Indonesien weitere Relationship Manager, Compliance- und Technologie-Mitarbeiter hinzukommen, führte Raju aus.

Das Banken-Chamäleon
Zeugnis der Anfangstage
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Der 10. März 1870 ist der Gründungstag der Deutschen Bank. Standort war damals nicht Frankfurt, sondern Berlin. Gründer waren Privatbankier Adelbert Delbrück und der Politiker Ludwig Bamberger. Erster Vorstandssprecher ist Georg von Siemens. Im Gründungsstatut wird die Bedeutung des Auslandsgeschäfts unterstrichen: „Der Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb von Bankgeschäften aller Art, insbesondere Förderung und Erleichterung der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland, den übrigen Europäischen Ländern und überseeischen Märkten.“ Eine klare Ausrichtung des jungen Instituts.

Hauptsitz in Berlin
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So sah die Zentrale der Deutschen Bank in Berlin aus, hier auf einer späteren Aufnahme aus dem Jahr 1929. Ab 1880 finanzierte die Bank zunehmend Industrieprojekte. Der Ausbau des Filialnetzes hatte zunächst keine Priorität, die meisten Geschäfte wurden aus Berlin abgewickelt.

Frankfurt kommt erst später
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Weiteres Standbein ist von Beginn an das Einlagengeschäft. Bis 1873 eröffnet die Bank Filialen in Bremen, Hamburg, Yokohama, Schanghai und London. London ist schon damals die wichtigste Auslandsniederlassung. Die Filiale in Frankfurt am Main, heute der Hauptsitz, öffnet erst 1886. Im Bild die Niederlassung an der Frankfurter Kirchnerstraße anno 1914.

Filiale in der Fuggerstadt
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Die Filialen prägten natürlich auch nicht überall das Stadtbild, so wie in Berlin und später in Frankfurt. Diese Aufnahme zeigt die Straßen von Augsburg zur Jahrhundertwende – also 1900.

Geschäftssitze im Wandel der Zeit
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Gegen Ende des ersten Weltkriegs entstand dieses Foto von kaiserlichen Militärs vor der Niederlassung in Bremen. An der Filiale in der Hansestadt lässt sich der Wandel im Stadt- und Bankenbild gut illustrieren.

Bremen 50 Jahre später
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Das historische Gebäude am Domshof blieb der Handelsstadt Bremen erhalten. Das Umfeld hat sich komplett verändert – das gilt auch für Geschäftsfelder. Auf Wandel musste das Institut in seiner Geschichte immer wieder reagieren.

Neuausrichtung nach dem Ersten Weltkrieg
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Mit Ende des Erste Weltkriegs war auch das Auslandsvermögen des Instituts verloren. Die schwierige Wirtschaftslage nebst Inflation in der Weimarer Republik macht es der Deutschen Bank nicht einfach. Im Bild ein Kassenschalter aus dem Jahr 1920.

Wealth Management zählt zu den wenigen Bereichen, die von den Co-Vorstandschefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain im Zuge der neuen Strategie ausgebaut werden sollen. Insgesamt will die Bank aus Frankfurt mehr als 1,5 Milliarden Euro in Transaction Banking sowie Asset und Wealth Management investieren.

Sobald eine digitale Banking-Plattform bereit sei, werde die Bank in Asien wohl Kunden mit einem Vermögen von 5 Milliarden Dollar bis 20 Milliarden Dollar ansprechen, sagte Raju weiter.

  • Bloomberg
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