Aufsicht in der EU Ausländischen Großbanken drohen schärfere Regeln

Zahlreichen ausländischen Großbanken droht eine schärfere Regulierung in der Europäischen Union. Die strengere Kontrolle der Geldhäuser soll die Finanzbranche besser vor möglichen Krisen schützen.
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Die amerikanische Großbank gehört zu den 19 ausländischen Instituten, die von der strengeren Regulierung betroffen wären. Quelle: Reuters
Goldman Sachs

Die amerikanische Großbank gehört zu den 19 ausländischen Instituten, die von der strengeren Regulierung betroffen wären.

(Foto: Reuters)

LondonGroßbanken aus Übersee müssen sich auf eine schärfere Regulierung in der Europäischen Union einstellen. Insgesamt 19 ausländische Institute sollen künftig eine neue Zwischenholding für ihre Tochtergesellschaften in der EU schaffen, wie aus einem EU-Dokument hervorgeht, das Reuters einsehen konnte. Betroffen sind unter anderem die US-Institute Goldman Sachs, Bank of America sowie Credit Suisse und Nomura aus Japan.

Die EU-Kommission will ausländische Großbanken in der Ländergemeinschaft strenger kontrollieren und dadurch die Branche insgesamt krisenfester machen. Sie hatte im November erstmals solche Pläne vorgestellt.

Laut dem Dokument gehören in der EU 42 Prozent aller Banken-Tochtergesellschaften zu ausländischen Instituten. Aber die Bankenaufseher haben bislang kaum Zugang zu deren Unternehmensdaten und können somit nur schwer beurteilen, wie sich die Geschäfte über Ländergrenzen hinweg entwickeln. Der Vorschlag muss noch von den Mitgliedsländern und dem EU-Parlament genehmigt werden, bevor er Gesetzeskraft erlangt. Bis dahin sind noch viele Änderungen möglich.

Diese Banken mussten am meisten für die Finanzkrise zahlen
SunTrust
1 von 10

Im Zuge der Wirtschaftskrise musste SunTrust insgesamt über zwei Milliarden US-Dollar bezahlen. Im Gegensatz zu anderen Kreditinstituten ist das noch eine relativ geringe Summe.

(Quelle: ft)

Morgan Stanley
2 von 10

Auf dem nächsthöheren Platz in der Rangliste liegt Morgan Stanley. Im Zeitraum von 2008 bis 2017 musste die Bank etwa vier Milliarden US-Dollar bezahlen.

Credit Suisse
3 von 10

Seit dem Beginn der Wirtschaftskrise musste die Credit Suisse mehr als fünf Milliarden US-Dollar an Strafen überweisen.

Goldman Sachs
4 von 10

Ein Unternehmen, welches in der Finanzkrise häufiger in den Schlagzeilen stand, war Goldman Sachs. Es musste insgesamt mehr als sechs Milliarden US-Dollar an Strafen und Bußgeldern zahlen.

Wells Fargo
5 von 10

Im Mittelfeld dieses Rankings befindet sich die Bank Wells Fargo. Sie musste über neuen Milliarden US-Dollar zahlen.

Deutsche Bank
6 von 10

Nur etwas mehr als Wells Fargo musste die Deutsche Bank bezahlen. Ihre Strafen belaufen sich seit der Finanzkrise auf etwas weniger als zehn Milliarden US-Dollar.

RBS
7 von 10

Die Royal Bank of Scotland reißt sogar die magische Marke von Zahlungen in Höhe von mehr als zehn Milliarden US-Dollar. Sie musste etwas über elf Milliarden US-Dollar bezahlen.

Eine noch schärfere Regulierung, wie sie die Europäische Zentralbank (EZB) und die Brüsseler Bankenabwicklungsbehörde SRB gefordert hatten, ist offenbar von der EU nicht geplant. Sie hatten sich dafür ausgesprochen, dass auch EU-Zweigstellen ausländischer Großbanken in die neue EU-Holdinggesellschaft mit einbezogen werden.

Während Tochtergesellschaften im jeweiligen Land, in dem sie tätig sind, beaufsichtigt werden, gilt dies häufig nicht für Zweigstellen. Diese werden zumeist vom Heimatland des Instituts überwacht.

  • rtr
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