Aufsichtsratschef: „HSH Nordbank ist noch nicht über den Berg“

Aufsichtsratschef
„HSH Nordbank ist noch nicht über den Berg“

Die HSH Nordbank wurde von der Finanzkrise besonders hart getroffen. Aufsichtsratschef Thomas Mirow sieht auf dem Weg der Genesung noch einige Hürden – „weitere Auflagen würden das Geschäftsmodell gefährden.“
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BerlinAuch sechs Jahre nach Ausbruch der Finanzmarktkrise ist die HSH Nordbank noch nicht auf der sicheren Seite. „Die Bank muss kämpfen, sie ist noch nicht über den Berg“, sagte der Aufsichtsratschef Thomas Mirow in einem Gespräch mit dem Handelsblatt. So macht dem weltgrößten Schiffsfinanzierer die anhaltende Krise auf den Schifffahrtsmärkten weiter zu schaffen, das Niedrigzinsumfeld und die hohen Kosten für die Bilanzgarantie der Mehrheitseigner Schleswig-Holstein und Hamburg.

Die Wiederaufstockung der Bilanzgarantie von sieben auf zehn Milliarden Euro, mit der die Eigenkapitalquote gestärkt wird, hat der Bank ein neues Beihilfeverfahren der EU eingebrockt. Neue Auflagen drohen. „Weitere Auflagen würden das Geschäftsmodell der HSH gefährden“, warnte Mirow.

Zudem bereitet der Bank der Stresstest der Europäischen Zentralbank Sorgen, mit dem die Widerstandsfähigkeit der europäischen Banken getestet werden soll. „Es gibt Situationen, in denen auch Dreifachknoten nicht mehr halten. Aber wir können nicht jede theoretisch denkbare Situation kapitalmäßig abbilden“, sagt Mirow.

Noch ist nicht klar, welche Annahmen die Notenbank für den Stresstest trifft. Die Bank stelle sich auf reale Konstellationen ein mit möglicherweise zusätzlichen Belastungen für das 23 Milliarden Euro schwere Schiffskreditportfolio. „Dafür ist die Bank insbesondere im Vergleich mit ihren Wettbewerbern gut gerüstet“, ist sich Mirow sicher.

Das vollständige Interview finden Sie zum Download in unserem Kaufhaus der Weltwirtschaft unter www.kaufhaus.handelsblatt.com.

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