Ausblick 2012
Keine goldene Zeit für Finanzinvestoren

Die Mehrheit der Finanzinvestoren rechnet für 2012 mit weniger Transaktionen in Europa als im Vorjahr. Als größtes Risiko gilt die Entwicklung der Konjunktur, des Kapitalmarktes und des Bankensektors.
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BerlinDie Private-Equity-Branche sieht den Beteiligungsmarkt im laufenden Jahr weiterhin in einer schwierigen Lage. Immerhin 56 Prozent der Finanzinvestoren rechnen für 2012 mit weniger Transaktionen in Europa als noch im Vorjahr, geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger hervor, die dem Handelsblatt zur Verfügung gestellt wurde. Und die Beteiligungsmanager erwarten laut der Studie die meisten Deals bei Unternehmenswerten zwischen 50 und 250 Millionen Euro, die schlagzeilenträchtigen Mega-Übernahmen im Milliardenbereich werden größtenteils ausbleiben. „Im aktuellen Umfeld gibt es noch ein bis zwei anstehende Großtransaktionen. Sollten diese erfolgreich verlaufen, könnten diese einen Leuchtturmcharakter haben und die Stimmung wieder positiv beeinflussen“, hofft Gerd Sievers, Partner bei Roland Berger. Ein schlagzeilenträchtiger Leuchtturm war im vergangenen Jahr der Verkauf des Outdoor-Spezialisten Jack Wolfskin, im bisherigen Jahresverlauf blieben solche Investments mit Beteiligung von Private-Equity-Häusern bisher aber aus.

Das größte Risiko sieht man bei Roland Berger eher in der Entwicklung der Konjunktur sowie des Kapitalmarkts und des Bankensektors. Dies umfasse natürlich auch die Schuldenkrise in Europa und deren Ausgang. Die meiste Zeit würden die Beteiligungsmanager der Entwicklung ihrer Portfoliounternehmen widmen, neue Investitionen oder die Weiterveräußerung der Anteile an Finanzinvestoren oder Börsengänge stünden zunächst nicht im Fokus. Die deutschen Beteiligungsmanager hoffen nach wie vor auf einen steigenden Kapitalbedarf im Mittelstand. Fast die Hälfte der Fonds sieht in Investments bei Familienunternehmen die wichtigste Quelle für neue Deals, teilte der Branchenverband BVK in Berlin zum Branchentreff "Super Return" mit.

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