Ausgezeichnete Bilanz 2005: ING-Diba lockt mit höheren Tagesgeldzinsen

Ausgezeichnete Bilanz 2005
ING-Diba lockt mit höheren Tagesgeldzinsen

Der Gewinn der größten europäischen Direktbank, ING-Diba, ist im vergangenen Jahr explodiert. Das zum niederländischen Finanzkonzern ING gehörende Institut will mit einem einfachen Mittel nun neue Kunden anlocken, um weiter zu wachsen.

HB FRANKFURT. Vor Steuern verdient die größte europäische Direktbank 269 Mill. Euro – 156 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Während sich das Zinsergebnis von 509 auf 687 Mill. Euro erhöhte, legte der Provisionsüberschuss um ein Drittel auf 51 Mill. Euro zu. Die Risikovorsorge sank hingegen um fast ein Viertel auf 50 Mill. Euro.

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr mindestens 500 000 neue Kunden zu gewinnen“, legte Diba-Chef Ben Tellings die weitere Marschroute fest. 2005 kletterte die Kundenzahl von Europas größter Direktbank um 777 000 auf mehr als 5,12 Millionen. Inklusive der österreichischen Aktivitäten waren es 5,26 Millionen.

Neue Kunden verspricht sich Tellings vor allem durch eine Zinsanhebung beim ING-Diba-Hauptprodukt, dem Tagesgeldkonto. Die Zinsen werden per 15. April von 2,25 auf 2,5 Prozent angehoben. Damit bekommen die Kunden wieder den gleichen Zinssatz wie vor der Senkung Mitte 2005. Das Tagesgeldkonto trägt 70 Prozent zum Ergebnis der Diba beiträgt. Mit diesem Produkt sollen 400 000 der geplanten 500 000 Neukunden gewonnen werden.

Ins neue Jahr ist die Diba nach eigener Aussage gut gestartet. „Die ersten Wochen verliefen ausgezeichnet“, sagte Tellings. Vor allem die Bereiche Fonds und Brokerage liefen auf Hochtouren. In der Baufinanzierung will Tellings beim Neugeschäft 2006 besser abschneiden als die Postbank und deren neue Tochter BHW zusammengenommen. Zahlen nannte er zunächst aber nicht.

Tellings stellte klar, dass die ING-Diba organisch wachsen wolle und nicht an Zukäufen interessiert sei. „Wir planen keine Zukäufe, auch wenn in München etwas zum Verkauf stehen sollte“, sagte Tellings mit Blick auf anhaltende Verkaufsgerüchte um die HVB-Direktbanktochter DAB Bank. Hinsichtlich des geplanten Verkaufs der Tochter Degussa Bank konnte Tellings keinen neuen Stand vermelden. Es gebe Interessenten, und er hoffe, den Verkauf bis spätestens Jahresende abschließen zu können.

Eine konkrete Gewinnprognose für die ING-Diba wollte Tellings nicht abgeben. Dies sei Politik in der gesamten ING-Gruppe. Allerdings gebe es keinen Grund zu denken, dass das Gewinnwachstum 2006 nicht weitergehen werde, so der ING-Diba- Vorstandsvorsitzende.

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