Ausländische Institute bekommen Fuß nicht in die Tür Italienischen Banken bleiben fest in heimischer Hand

Die ausländischen Institute sind zunächst bei ihren Bemühungen gescheitert, am italienischen Bankenmarkt Fuß zu fassen: Die spanische Bank BBVA ist aus dem seit Monaten andauernden Übernahmekampf um die italienische Bank BNL ausgestiegen. Und auch die niederländische Großbank ABN Amro hat den Kampf um die Übernahme des italienisches Geldhauses Antonveneta höchstwahrscheinlich verloren.

HB MADRID. Das Geldhaus Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) teilte am Freitag mit, es habe sein Übernahmeangebot für die Banca Nazionale del Lavoro (BNL) zurückgezogen. BBVA hatte gehofft, als erste ausländische Gruppe eine italienische Bank vollständig zu besitzen. Ihre Hoffnung wurde aber am Montag durch ein Angebot des einheimischen Versicherers Unipol für die BNL gedämpft. Das bis zum Freitag laufende BBVA-Angebot war außerdem auf wenig Interesse gestoßen.

Bis Freitag befristet ist auch das Übernahmeangebot des niederländischen Finanzkonzerns ABN Amro für die italienische Banca Antonveneta, für die auch die Banca Popolare Italiana (früher Popolare di Lodi) bietet. Analysten rechneten auch hier mit einem Rückzug. Das Angebot von 26,50 Euro pro Aktie der Bank lief um 17.30 Uhr aus.

Wie die ABN am Freitag mitteilte, konnte die Bank nur 1,2 Prozent der Aktien für ihre Offerte gewinnen. Damit ist auch mit dem bereits gehaltenen Anteil von 30 Prozent weit von dem Ziel entfernt, mindestens die Hälfte an der Bank aus Padua zu besitzen. Die genaue Zahl wollte ABN Amro am Montag mitteilen.

Sollte die Übernahme wie erwartet scheitern, will ABN Amro seinen gesamten Anteil an Antonveneta versilbern. Konkurrent Banca Popolare Italiana bietet 24,47 Euro pro Aktie. Gehen die Niederländer darauf ein, dürfte ihnen das nach Zeitungsberichten bis 700 Millionen Euro in die Kassen spülen und die Niederlage in der Schlacht um die erste Übernahme einer italienischen Bank durch einen ausländischen Wettbewerber erträglicher machen.

Popolare di Lodi hatte sich überraschend gegen ABN Amro aufgestellt und den Anteil an Antonveneta ebenfalls gesteigert. Die weitaus kleinere Bank kontrolliert mit Hilfe von Verbündeten dem Vernehmen nach mehr als die Hälfte der Anteile. ABN Amro klagte vor Gericht gegen Benachteiligungen, verlor jedoch den Prozess. Inzwischen wird spekuliert, dass die Amsterdamer Bank die Hände nach dem drittgrößten türkischen Geldinstitut Garantibank ausstrecke.

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