Außergerichtliche Einigung: Deutsche Bank legt Rechtsstreit bei

Außergerichtliche Einigung
Deutsche Bank legt Rechtsstreit bei

Dies Deutsche Bank hat sich im Rechtsstreit über Steuersparmodelle in den USA mit Hunderten geschädigter Anleger geeinigt. Die außergerichtliche Einigung kostet die Bank mindestens einen zweistelligen Millionenbetrag.

pot/torFRANKFURT/NEW YORK. Die erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen. Ein Sprecher der Bank lehnte eine Stellungnahme zu den Einzelheiten des Vergleichs ab. Nach Einschätzung von Beobachtern dürfte der Vergleich keinen Einfluss auf das laufende Geschäftsjahr haben.

Die Deutsche Bank hatte im vergangen Jahr eingeräumt, in die Ermittlungen der US-Behörden zu den Ende der 1990er-Jahre aufgelegten Steuersparmodellen der Wirtschaftsprüfungsfirma KPMG verwickelt zu sein. Sie sollen Wohlhabenden geholfen haben, über Scheinverluste ihre Steuerlast zu verringern. Im vergangenen Jahr hatte die Deutsche Bank in zwei Schritten angekündigt, ihre Rückstellungen für den Rechtsstreit um insgesamt 350 Mill. Euro anzuheben. Diese Rückstellungen betrafen nach Angaben aus Finanzkreisen jedoch nur die strafrechtlichen Ermittlungen der amerikanischen Justiz.

Die „New York Times“ beziffert das finanzielle Risiko bei einer Verurteilung des Geldhauses auf bis zu einer Mrd. Dollar und bezieht sich dabei auf Anwaltskreise.

Der außergerichtliche Vergleich mit den insgesamt 340 privaten Investoren wird an der Wall Street als eindeutige Zeichen dafür gewertet, dass die Bank das dunkle Steuerkapitel möglichst schnell abschließen möchte. Ob der Vergleich mit den Anlegern auch ein schnelles Ende der strafrechtlichen Ermittlungen herbeiführen könnte, ist jedoch noch offen.

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