Ausstieg aus Zachodni
Belgische KBC trennt sich von Bankanteilen in Polen

Die belgische Bank KBC verkauft alle ihre Aktien an der polnischen Zachodni. Auch die spanische Santander, drittgrößter Anbieter im Land, verkauft einen Teil ihrer Anteile, um die Auflagen der Behörden zu erfüllen.
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BrüsselDie belgische Bank KBC und die spanische Santander trennen sich von fast 20 Millionen Aktien an der polnischen Bank Zachodni WBK (BZ WBK). Insgesamt platzieren die beiden Institute Anteile im Wert von 1,7 Milliarden Dollar, wie die Firmen am Montag bekannt gaben. KBC verkauft damit ihren verbliebenen Anteil von 16,2 Prozent an der polnischen Bank und steigt wie geplant ganz aus. Santander, die 75 Prozent an der BZ WBK hält, trennt sich den Angaben nach von 0,2 bis 5,2 Prozent und kommt damit Auflagen der Regulierungsbehörden nach. Das Angebot gilt institutionellen Investoren und läuft bis spätestens Donnerstag.

Hintergrund des Angebots ist der Kauf der polnischen Kredyt Bank, die zur belgischen Bank KBC gehört hatte, durch die Spanier. Santander legt diese Bank mit seinen eigenen Aktivitäten in Polen, also mit der Bank Zachodni WBK, zusammen. Dadurch steigt Santander zum drittgrößten Anbieter im polnischen Bankensektor auf. Zachodni hatte Santander bereits im Jahr 2011 gekauft, 2012 dann die Fusionspläne mit der Kredyt Bank bekannt gegeben. Die fusionierte Bank hat 3,5 Millionen Kunden.

Es war von Anfang an geplant, dass die Belgier über kurz oder lang ganz aus der Bank aussteigen. Die KBC hatte zugesagt, sich im Gegenzug für Staatshilfen im Zuge der Finanzkrise von Randaktivitäten zu trennen. Dazu gehört der Verkauf der Kredyt Bank. Die polnischen Behörden wiederum machten Santander die Vorgabe, dass bis Ende 2014 mindestens 30 Prozent der Anteile an der BZ WBK im Besitz von anderen Minderheitsaktionären sein müssen.


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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