Australische Macquarie
Schwarzes Jahr für einstige „Millionärsbank“

Heftig durchgeschüttelt von den unsicheren Kapitalmärkten ist die australische Bank Macquarie, die auch einen deutschen Ableger hat. Die einstige „Millionärsbank“ versucht es darum mit einem neuen Kurs.
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SydneyDie Krise an den Kapitalmärkten bekommt die australische Investment-Bank Macquarie schmerzhaft zu spüren. Der Nettogewinn brach im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März um ein Viertel auf umgerechnet 575 Millionen Euro (730 Millionen Australische Dollar) ein, wie das Institut heute. Damit verdiente das Geldhaus, das in Deutschland Investmentbankteile von Sal. Oppenheim übernommen hat, so wenig wie seit acht Jahren nicht mehr. Im Wertpapiergeschäft schrieb Macquarie sogar rote Zahlen - und will hier jetzt Kosten senken.
„Das vergangene Geschäftsjahr war in vielen Kapitalmarktbereichen wegen der Unsicherheit über die Konjunktur von deutlich geringerer Kundenaktivität geprägt“, sagte Bankchef Nicholas Moore. Er versucht die Bank, die vor der Krise süffisant „Millionärsfabrik“ genannt wurde, seit einiger Zeit, weniger abhängig von den Unbilden des Finanzmarktes zu machen.
Für das laufende Jahr ist Moore etwas optimistischer. Er setzt dabei auf eine Erholung der Märkte. Zudem kündigte er einen Aktienrückkauf an, was dem Kurs an der Börse trotz der überraschend schwachen Zahlen Auftrieb verlieh.
Auch andere Investmentbanken rund um den Globus haben im vergangenen Jahr bluten müssen, da viele Kunden wegen der Schuldenkrisen in Europa und den USA zurückhaltend waren. Die Folge waren Zehntausende Stellenstreichungen bei den Instituten. Auch Macquarie hat im vergangenen Geschäftsjahr fast jeden zehnten Job gekürzt und beschäftigt jetzt noch gut 14.000 Mitarbeiter.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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