Auto-Banken
Keine Flucht auf Konten der EZB

Die schwierige Situation an den Märkten hat die deutschen Autobanken nicht dazu veranlasst, ihre Gelder auf sichere Konten der Europäischen Zentralbank umzuschichten. „Für uns ist das kein Thema“, sagte ein BMW-Sprecher.
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FrankfurtDie Banken der großen deutschen Autohersteller haben trotz der Marktsorgen über Europas Finanzinstitute keine Gelder auf sichere Konten der Europäischen Zentralbank (EZB) umgeschichtet. „Wir arbeiten mit starken Partnern in der Bankenbranche zusammen, und wir legen unser Geld nicht bei der EZB an“, sagte ein Sprecher von VW Financial Services am Dienstag. Die Finanztochter des Volkswagen-Konzerns habe Einlagen bei französischen Banken und plane momentan nicht, dies zu verändern. Auch die BMW Bank sucht ihr Heil nicht bei der EZB.

„Für uns ist das kein Thema“, sagte ein BMW-Sprecher. Daimler hatte bereits am Rande der Automesse IAA in Frankfurt erklärt, dass die Bank des Konzerns kein Geld bei der Zentralbank anlege. Am Dienstag wollte sich ein Sprecher nicht dazu äußern, was der Konzern mit überschüssiger Liquidität macht. Viele große Autobauer haben eigene Banken - vor allem, um mit der Finanzierung von Kundenkrediten ihren Absatz anzukurbeln.

Der Industriekonzern Siemens, der ebenfalls eine Bank unterhält, hatte nach Angaben eines Insiders Guthaben von der französischen Großbank Societe Generale abgezogen. Dies hatte Spekulationen genährt, dass das Vertrauen in französische Banken schwinde. Eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte jedoch, Grund für den Abzug des Geldes sei die Entwicklung der Anlage gewesen, nicht der Zustand der französischen Banken. Siemens und die Societe Generale wollten sich dazu nicht äußern.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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