Autoversicherung
Allianz kommt auch mit Ford ins Geschäft

Künftig verbündet sich die Allianz in der Autoversicherung mit Autobauer Ford. Die Zusammenarbeit soll den Umsatz steigern. Außerdem erhofft sich die Allianz mit der engeren Bindung an den Hersteller mehr Marktanteile.
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KölnDie Allianz verbündet sich in der Autoversicherung künftig auch mit dem US-Autobauer Ford. Die Zusammenarbeit solle beiden Partnern in den nächsten Jahren insgesamt 500 Millionen Euro mehr Umsatz bringen, sei es im Verkauf von Autos oder von Versicherungen, sagte Karsten Crede, der bei der Allianz die Kooperationen mit den Autoherstellern verantwortet, am Dienstag in Köln. Mit der engeren Bindung an die Hersteller will Deutschlands größter Versicherer in der hart umkämpften Autoversicherung Marktanteile gewinnen.

Die Allianz arbeitet auf unterschiedlichen Ebenen bereits mit Daimler, BMW, Volkswagen und PSA Peugeot-Citroen zusammen. Daraus will sie bis 2016 ein Prämienvolumen von 3,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Im vergangenen Jahr waren es 2,4 Milliarden Euro. In Deutschland vermitteln die Ford-Händler bisher allerdings Kfz-Policen der Nürnberger Versicherung. Ford-Deutschland-Chef Bernhard Mattes sagte, die Zusammenarbeit werde "auf jeden Fall noch bis ins nächste Jahr fortgesetzt".

Die Partnerschaft mit Ford soll nicht erst beim Verkauf von Autos ansetzen. Die Bedürfnisse der Versicherer sollen schon in die Entwicklung einfließen, etwa in der Sicherheitstechnik oder der Verwendung neuer Materialien. Deshalb soll auch das Allianz Zentrum für Technik in die Zusammenarbeit eingebunden werden. Denkbar sei, dass junge Fahrer, die sich auf eine technische Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit oder der Radio-Lautstärke einließen, auch weniger für ihre Kfz-Police bezahlen müssen, sagte Mattes.

Bei Unfällen sollen die Schadenabwicklung und die Reparatur europaweit organisiert werden. Damit trete die Allianz mit Ford in Konkurrenz zu Angeboten des ADAC, sagte Crede. Wird der Airbag ausgelöst, werde schon heute in Frankreich ein Notruf in französischer Sprache abgesetzt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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