Bad Homburger Inkasso verdoppelt Geschäftsvolumen: Schuldeneintreiber der Sparkassen floriert

Bad Homburger Inkasso verdoppelt Geschäftsvolumen
Schuldeneintreiber der Sparkassen floriert

Die Pleitewelle bei den Unternehmen und den privaten Haushalten hinterlässt bei Banken und Sparkassen tiefe Spuren in den Bilanzen. Für die Institute wird es immer kostspieliger, an ihre überfälligen Forderungen zu kommen. Allein die permanente Aktualisierung der Schuldnerdaten kostet viel Zeit und Geld. Von diesem Dilemma profitiert die Bad Homburger Inkasso GmbH (BHI), die sich als zentraler Dienstleister für die Problemfälle innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe anbietet.

HB FRANKFURT/M. „Wir befinden uns derzeit in einer extremen Wachstumsphase“, sagt BHI-Geschäftsführer Karsten Schneider dem Handelsblatt. Im laufenden Geschäftsjahr 2004/2005, das am 30. September endet, erwartet er fast eine Verdoppelung des Forderungsvolumens auf etwa eine Milliarde Euro. Den Inkasso-Spezialisten spielt dabei in die Hände, dass in Deutschland nach wie vor keine durchgreifende Besserung der konjunkturellen Lage in Sicht ist. Laut der Wirtschaftsauskunftei Creditreform werden in Deutschland 2005 bis zu 40. 000 Betriebe aus wirtschaftlichen Gründen ihr Geschäft aufgeben, auch bei den Verbraucherinsolvenzen zeigt der Trend steil nach oben.

Für die Sparkassen sind die hohen Kosten des Inkassos der Hauptanreiz für das „Outsourcing“. Die BHI-Experten können aufgrund spezialisierter Software rund 6 000 Fälle pro Mitarbeiter überwachen, in Eigenregie schaffen die Sparkassen nur schätzungsweise 500 Fälle. Außerdem wollen sich die Sparkassen zukünftig verstärkt auf den Vertrieb konzentrieren und die „back-office“-Tätigkeiten möglichst an externe Dienstleister abgegeben.

Unter den rund 65 Mandanten des BHI befinden sich etwa die Kreissparkassen in Köln und Kaiserslautern, die Deutsche Leasing und die Sparkassen-Versicherung. Sie haben sich den Ärger mit notleidenden Engagements aus Krediten, Darlehen und überzogenen Girokonten vom Hals geschafft. Doch längst nicht alle Vorstände der bundesweit rund 470 Sparkassen wollen vom Schuldeneintreiben ablassen. „Noch versucht die Mehrzahl der Sparkassen, ihre Forderungen selbst beizutreiben. Wegen der hohen Kosten und fehlender Mengenvorteile lagern aber pro Monat rund zwei bis drei Institute ihr Inkasso-Geschäft an uns aus. Auch eine Landesbank gehört mittlerweile zu unseren Kunden“, erklärt Schneider.

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