Banca d'Italia
Italienische Notenbank trommelt für Bad Bank

Italiens Banken könnten 2015 erneut weniger Geld an die Realwirtschaft verleihen. Deshalb hält die italienische Notenbank die Gründung einer Bad Bank für eine prima Idee. Doch zwei Fragen stehen dem Ansinnen im Weg.
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MailandAngesichts zahlreicher fauler Kredite in den Büchern italienischer Geldinstitute hat die Notenbank des Landes für die Gründung einer Bad Bank geworben. Die Geldhäuser könnten dorthin Darlehen im Volumen von 100 Milliarden Euro abschieben, erklärte die Banca d'Italia am Donnerstag. Insgesamt betrug das Volumen fauler Kredite Ende 2014 demnach 350 Milliarden Euro.

Die Währungshüter haben die Sorge, dass in diesem Jahr die Kreditvergabe an die Realwirtschaft erneut zurückgehen könnte. Mit der Gründung einer Bad Bank könnten die Institute dagegen einfacher Geld verleihen, erklärten sie.

Die italienische Regierung verhandelt bereits mit der EU über eine Bad Bank. Kernfrage ist dabei, ob die Anstalt als Staatshilfe bewertet wird. Dann müssten zuerst Aktionäre und nachrangige Gläubiger für Verluste geradestehen und erst danach der Steuerzahler.

Umstritten ist auch, zu welchen Preisen eine Bad Bank Darlehen übernehmen soll. Die Notenbank plädiert für Marktpreise. Experten halten dies für schwierig, unter anderem weil mit faulen Kredite aus Italien kaum gehandelt wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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