Bank Bär
Neues Personal zahlt sich aus

Vermögensverwalter Julius Bär hat im ersten Halbjahr das eigene Wachstumsziel überschritten. Viele neue Kundenberater trugen maßgeblich dazu bei. Zu Mittelfristzielen äußerte sich die Schweizer Bank jedoch bescheiden.
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ZürichDer Schweizer Vermögensverwalter Julius Bär ist im ersten Halbjahr so schnell gewachsen wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Grund dafür ist vor allem die Einstellung zahlreicher neuer Kundenberater im vergangenen Jahr, die sich für die Bank nun bezahlt macht. Sie sammelten bei der reichen Kundschaft 10,2 Milliarden Franken (9,3 Milliarden Euro) ein - ein Plus von 6,1 Prozent. Damit übertraf der drittgrößte Schweizer Vermögensverwalter sein selbst gestecktes Wachstumsziel von vier bis sechs Prozent. Bei den Investoren kam das gut an: Die Bär-Aktie legte 6,5 Prozent zu.

Das Geldhaus hatte im vergangenen Jahr über hundert neue Kundenberater an Bord geholt und diese teilweise von der Konkurrenz abgeworben. Wenn sie die Bank wechseln, dann folgt ihnen üblicherweise auch ein großer Teil der Kunden – und Bär kann so die verwalteten Vermögen steigern. In den Jahren zuvor war die Bank vor allem über Zukäufe gewachsen.

Doch die Einstellungsinitiative kostet auch Geld: Die Personalkosten stiegen bereinigt um einen Sondereffekt um elf Prozent. Der bereinigte Konzerngewinn stagnierte im ersten Halbjahr bei 404 Millionen Franken.

Die Analysten von Baader Helvea erwarten auch für die zweite Jahreshälfte hohe Wachstumsraten. Die Bank selbst gab sich diesbezüglich zurückhaltend. Die Netto-Neugeldzuflüsse seien schwankungsanfällig, erklärte sie in einer Telefonkonferenz. Zudem dürften Kunden aus steuerlichen Gründen in der zweiten Jahreshälfte Geld abziehen. Dennoch werde die Bank ihre Neugelder netto weiterhin zwischen vier bis sechs Prozent des Bestandes steigern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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