Bank-Chef Bernd Knobloch will das Geschäft mit Derivaten ausbauen: Eurohypo erreicht selbst gestecktes Renditeziel

Bank-Chef Bernd Knobloch will das Geschäft mit Derivaten ausbauen
Eurohypo erreicht selbst gestecktes Renditeziel

Der Immobilienfinanzierer Eurohypo hat das selbst gesetzte Rendite-Ziel im vergangenen Jahr erreicht. Bei einem Eigenkapital von 6 Milliarden Euro entspricht dies einem Nettogewinn von etwa 480 Millionen Euro.

kk FRANKFURT/M. „Wir hatten uns eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von acht Prozent vorgenommen, und das haben wir auch erfüllt“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Eurohypo, Bernd Knobloch, am Montag Abend im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten. Bei einem Eigenkapital von sechs Mrd. Euro entspricht dies einem Nettogewinn von etwa 480 Mill. Euro. Damit hätte die Eurohypo im vierten Quartal rund 150 Mill. Euro Gewinn gemacht – eine Zahl, die Finanzkreise gestern bestätigten.

Die Eurohypo, die aus der Zusammenlegung den Hypothekentöchtern der Deutschen Bank, der Dresdner Bank und der Commerzbank entstanden ist, will die Rendite bis 2007 auf zehn Prozent steigern. Auch bei der Risikovorsorge für faule Kredite liege die Bank mit Sitz in Eschborn unter den geplanten 350 Mill. bis 400 Mill. Euro, sagte Knobloch. „Tatsächlich sind wir mit rund 325 Mill. Euro noch unter unserem Planansatz geblieben“, sagte er. Das Neugeschäft sei im vergangenen Jahr um rund ein Fünftel auf mehr als 17 Mrd. Euro gestiegen.

Für die Zukunft setzt Knobloch vor allem auf das Auslandsgeschäft in den USA und auch in Japan. „In den USA ist das Neugeschäft 2004 auf 4,5 Milliarden Euro gestiegen - ein Plus von 72 Prozent“, sagte er. Außerdem will Knobloch den Markt mit Immobilien-Derivaten aufbauen. Die Eurohypo hat im Januar in London nach eigenen Angaben das erste Immobilien-Derivate-Geschäft in Europa begleitet. Der Deal hatte eine Laufzeit von drei Jahren über ein Volumen von 40 Mill. Pfund (58 Mill. Euro). In dem Fall hat ein britischer Lebensversicherer Immobilienrisiken an eine Immobiliengesellschaft verkauft, ohne die Immobilien tatsächlich zu übertragen. Der Wert des Derivats wird auf der Basis eines Immobilienindex, der in Großbritannien mit dem IPD-Index bereits weit entwickelt ist, berechnet. Die Eurohypo tritt bei diesem Geschäft als Produktentwickler und als Makler auf, der die beiden Seiten zusammen bringt. Knobloch will dieses Geschäft weiter ausbauen. „Wenn wir ein Volumen von ein paar hundert Millionen erreichen, ist das schon gut“, sagte er.

An den Plänen, die 98 Prozent der Aktien, die noch nicht gehandelt werden, an der Börse zu platzieren, hielt Knobloch fest. Die Eurohypo sei dazu im zweiten Halbjahr bereit.

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