Bank geht an die Börse
ABN Amro steigert Gewinn um 86 Prozent

Die niederländische Bank ABN Amro hat ihren Gewinn im zweiten Quartal um 86 Prozent gesteigert. Das kommt dem verstaatlichten Geldinstitut gelegen, bereitet es doch zurzeit seinen Börsengang vor.
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AmsterdamBei der ABN Amro ist der Gewinn im zweiten Quartal um 86 Prozent gestiegen. Für die verstaatlichte Bank, die ihren Börsengang vorbereitet, war es der beste Dreimonatszeitraum seit 2010. Der bereinigte Nettogewinn stieg auf 600 Millionen Euro, im Vergleich zu 322 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie die Bank am Freitag aus Amsterdam mitteilte.

„Wir werden uns weiterhin auf die Kapitaleffizienz und die Stärkung unserer Kapitalposition konzentrieren”, erklärte Bankenchef Gerrit Zalm in der Mitteilung. „Unsere Performance, einschließlich unserer Finanzergebnisse, der Ausblick für die niederländische Wirtschaft und die Tatsache, dass die Vorbereitungen für den Börsengang der Bank auf Kurs liegen, machen uns zuversichtlich für die Zukunft.” Die Bank sieht sich auf gutem Wege, ihre Ziele für 2017 zu erreichen.

Der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem hatte im Mai angekündigt, dass die Regierung ihren Plan vorantreiben werde, in diesem Jahr 20 Prozent bis 30 Prozent der mit Staatsgeldern aufgefangenen Bank über die Börse zu privatisieren. Die Regierung schätzt, dass ABN Amro 15 Milliarden Euro wert ist; damit könnten bis zu 4,5 Milliarden Euro wieder hereingeholt werden.

Die Eigenkapitalrendite der Hauptaktivitäten verbessert sich auf 15,3 Prozent, nach 9,2 Prozent im Vorjahresquartal. Die harte Eigenkapitalquote CET1 auf der Basis einer vollständigen Umsetzung von Basel III fiel von 14,2 Prozent Ende März auf 14,0 Prozent Ende Juni zurück.

Die Bank entstand aus der Übernahme der niederländischen Banken- und Versicherungsaktivitäten der Fortis Bank durch den niederländischen Staat. Die belgische Fortis war 2007 zusammen mit Royal Bank of Scotland und Banco Santander an der Übernahme von ABN Amro für 72 Milliarden Euro beteiligt. Die Transaktion – die bislang größte im Finanzsektor – entwickelte sich während der Kreditklemme ein Jahr später zum Flop und führte zum Verlust von Tausenden Arbeitsplätzen.

Der Plan von Dijsselbloem sieht auch vor, dass die Regierung eine Stiftung gründet, die die Stimmrechte der ABN Amro-Aktionäre im Falle von unerwünschten Übernahmegeboten übernehmen kann.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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