Bank of America
Bank-Praktikant stirbt in London

Die Umstände des Todes eines deutschen Praktikanten des Londoner Büros einer amerikanischen Investmentbank sind ungeklärt. Britische Medien berichten, er könnte sich überarbeitet haben. Seine Universität ist geschockt.
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Ein deutscher Praktikant der Bank of America ist in London gestorben, nachdem er laut Medienberichten nächtelang durchgearbeitet hatte. Das US-Bankhaus Bank of America Merrill Lynch bestätigte am Dienstag den Tod des jungen Mannes, der in der Londoner Niederlassung tätig war. Der Deutsche habe gerade die sechste Woche seines insgesamt siebenwöchigen Praktikums absolviert, sagte ein Banksprecher. Angaben zu den Arbeitszeiten des Gestorbenen beziehungsweise der Praktikanten allgemein machte er nicht. Nach Angaben der britischen Tageszeitung „The Independent“ hatte der junge Mann nächtelang durchgearbeitet.

Der Deutsche habe vor seinem Tod „drei Tage hintereinander bis sechs Uhr früh durchgearbeitet“, schreibt die Zeitung. Die Leiche sei am vergangenen Donnerstag von Mitbewohnern in der Dusche des Appartements gefunden worden. Die Zeitung zitierte die Aussage eines anderen Praktikanten, wonach der Deutsche „innerhalb von zwei Wochen acht Nächte nicht geschlafen hat“.

Die deutsche Universität des 21-Jährigen, die WHU Otto Beisheim School of Management in Vallendar, veröffentlichte ein Statement und sprach vom Verlust eines „wunderbaren Menschen“ und „sehr engagierten Studenten“. Der Vermieter es Wohnkomplexes, in dem der Praktikant gewohnt hatte, veröffentlichte ein Statement, dass der Tod ohne „verdächtige Umstände“ erfolgt sei.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bank of America: Bank-Praktikant stirbt in London"

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  • warscheinlich hat der praktikat nicht den hinweis gelesen das frisch gebrühter kaffee heiß sein kann
    wer da oben hinkommt
    sollte soviel verstand haben
    die pillen nur kurzzeitig zu nehmen

    problematisch wird es, wenn er dann selbst mal "chef" wird er meint dann dass die anderen auch so handeln müssten.

  • Ich denke das kann man nicht speziell einer Brnache zuordnen. Soetwas kann in vielen Berufen passieren und niemand kennt die genauen Umstände (soziales Umfeld, Leistungsdruck, eigener Antrieb und nicht der des Managers, Erwartungen, Probleme etc..).

    Wenn ein Bauarbeiter auf einer Baustelle oder ein Dachdecker stirbt, interessiert es nur wenige...und wird nicht in den Medien erwähnt. Dieser Vorfall wurde einfach mal wieder als Paradebeispiel der Medien genutzt, um das Thema Banken und Manager zu kritisieren.
    Man sollte nicht sofort urteilen und sich blind von den Medien leiten lassen...

  • M.E. ein typisches Zeichen der Verrohung der Arbeitswelt in den Banken.

    Wir haben nicht nur die Exzesse auf der Oberen Führungsebene in Sachen Bonus und Gehälter, wir haben auch eine "Entmenschlichung" in den Führungsebenen. Sie gehen im wörtlichen Sinne über Leichen.

    Man darf durchaus die Frage stellen, ob nicht nur die Manager sondern auch der Staat versagt?

    Wenn die Manager versagen, obliegt es dem Staat einzugreifen und mit harten Strafen für die oberste Führungsebene durchzugreifen. Wir brauchen eine neue Diskussion um die Wertevorstellung unserer Gesellschaft. Das Thema Unternehmensstrafrecht wurde zulange verschleppt und muss konstruktiv, vorbehaltlos diskutiert werden.

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