Bank of America

Trotz Gewinnrückgang bessere Zahlen als erwartet

Die Bank of America hat im zweiten Quartal fast 20 Prozent weniger Gewinn gemacht. Nach dem Brexit-Referendum hatten Investoren aber noch Schlimmeres erwartet.
Update: 18.07.2016 - 16:54 Uhr
Bessere Zahlen als befürchtet. Quelle: AP
Bank of America

Bessere Zahlen als befürchtet.

(Foto: AP)

New YorkBei der Bank of America (Bofa) schlugen die niedrigen Zinsen im zweiten Quartal deutlich auf das Ergebnis durch. Nach Steuern sank der Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 5,1 auf 4,2 Milliarden Dollar, was aber immer noch etwas besser als erwartet war.

So bestätigt sich, dass mit Citigroup und Bofa die beiden schwächeren der US-Großbanken stärker anfällig für Rückschläge sind, während JP Morgan und Wells Fargo nahezu stabile Gewinne erwirtschaftet haben.

Die größten Bankpannen
Comdirect
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Am Montagmorgen ist es zu einer schweren Panne beim Online-Banking der Comdirect gekommen. Nutzer landeten nach dem Login nicht auf dem eigenen Konto, sondern auf dem Konto von anderen Nutzern und konnten sich dort frei bewegen. Die Panne hatte auch in der Handelsblatt-Redaktion rekonstruiert werden können. Ein Redakteur erhielt den Zugriff auf ein Konto mit mehr als 50.000 Euro Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonto. In dem Account konnte sich der Redakteur zunächst frei bewegen und etwa Kontoauszüge aus der „Postbox“ aufrufen. Die Comdirect hatte nach eigenen Angaben in der Nacht auf Montag Wartungsarbeiten am Online-Auftritt durchgeführt. Ein betroffener Nutzer sagte der Zeitung, für ihn sei der Vorfall „ein Super-Gau“.

Deutsche Bank
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Für Privat- und Geschäftskunden der Deutschen Bank begann der erste Freitag im Juni mit einem riesigen Schrecken. Lastschriften seit dem 1. Juni tauchten im Online-Banking der größten heimischen Bank doppelt auf - und rissen viele Konten ins Minus. Viele Kunden berichteten, kein Geld mehr abheben zu können. Erst am Samstag wurde die Panne behoben.

Sparkasse
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Wegen einer Softwareumstellung hat die Sparkasse Nürnberg Anfang Juni aus Versehen mehrere Tausend Konten ihrer Kunden gesperrt. Betroffen von dem Softwarefehler waren rund 5000 Pfändungsschutzkonten. „Natürlich ist das nicht schön, es tut uns auch sehr leid für die Kunden“, sagte die Sprecherin.

Deutsche Bank
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Ein junger Händler der Deutschen Bank tippte, wie im Oktober 2015 bekannt wurde, bei einer Überweisung einige Nullen zu viel ein. So landeten sechs Milliarden US-Dollar auf dem Konto eines amerikanischen Hedgefonds. Glück für die Bank: Das Geld wurde am nächsten Tag zurücküberwiesen.

Kopenhagen
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Während sich der Inder für einen Tag als Milliardär fühlen konnte, traf den dänischen Elektriker Dennis Pallesgaard bei der Kontrolle seiner Kontoauszüge fast der Schlag: Statt der erwarteten Abbuchung von 3.200 Kronen für eine Hypothek, wies die Bank einen Fehlbetrag von rund 63 Milliarden dänischer Kronen aus (etwa 8,5 Milliarden Euro). Der Grund für die Panne war schnell gefunden. Statt der Abbuchungssumme war die Kontonummer von seinem Konto abgezogen worden.

Letztes Licht über Frankfurts Skyline
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Weil ein Angestellter der Frankfurter Volksbank bei der Arbeit kurz einschlief, wäre ein Rentner beinahe um 222.222.222,22 Euro reicher gewesen, berichtet „Spiegel Online“. Der Mann blieb mit dem Finger auf der „2“ hängen und wies so statt 62,40 Euro mehr als 222 Millionen Euro an. Selbst bei einer Prüfung, die für alle Überweisungen jenseits von 100.000 Euro fällig ist, fiel der Fehler nicht auf. Erst ein dritter Mitarbeiter bemerkte, dass da irgendwas nicht stimmen kann, und stoppte die Überweisung. Pech für den Rentner, Glück für die Bank - denn die wäre im Zweifelsfall auf dem Schaden sitzen geblieben. Und die Geschichte wird noch kurioser: Denn der Mann, dem der Vertipper unterlief, war gar nicht befugt, die Beträge zu ändern. Er sollte lediglich die Bankleitzahl prüfen. Die Mitarbeiterin, die die Überweisung nicht genau genug prüfte, verlor ihren Job - konnte sich aber mittlerweile erfolgreich zurück ins Unternehmen klagen.

Taj Mahal
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Ein indische Oberschullehrer wurde über Nacht zum Milliardär. Grund war eine Fehlbuchung seiner Bank. Statt der erwarteten Zinszahlung von umgerechnet 150 Euro sah er plötzlich ein Guthaben von 496 Milliarden Rupien (7,5 Milliarden Euro) auf seinem Kontostand. Die betroffene Bank erklärte, es sei unklar, wie es zu dem Irrtum kam.

Das Netto-Zinsergebnis sank bei der Bofa von 10,5 auf 9,2 Milliarden Dollar, wobei Abwertungen im Portfolio der Bank eine Rolle spielten Finanzvorstand Paul Donofrio machte deutlich, dass die Bank, sollten die Zinsen so niedrig bleiben, ein stabiles Ergebnis beibehalten kann, jede Abweichung nach oben oder unten wird sich entsprechend positiv oder negativ auswirken. Er sieht eine Wende bei Kreditausfällen – der Aufwand dafür ist höher als im Vorjahr, aber im zweiten Quarta gegenüber dem ersten etwas gesunken.

Ansonsten bestätigt die Bofa die Trends, die bei anderen Banken zu sehen sind. Das Volumen der Kredite und Einlagen wuchs. Im Kapitalmarktgeschäft entwickelte sich der Bereich Zinspapiere, Rohstoffe und Währungen relativ gut. Die Kosten konnten gesenkt werden.

Am Dienstag und Mittwoch werden Goldman Sachs und Morgan Stanley die Quartalsergebnisse vorlegen. Die beiden Investmentbanken sind mit ihren Ergebnissen mehr vom Kapitalmarkt als vom Kreditgeschäft abhängig.

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