Bank will aktive Rolle im Konsolidierungsprozess der Banken spielen: HVB will Schoellerbank nicht verkaufen

Bank will aktive Rolle im Konsolidierungsprozess der Banken spielen
HVB will Schoellerbank nicht verkaufen

Die Hypo-Vereinsbank (HVB) hält entgegen früheren Überlegungen an der Fondsgesellschaft Activest und der österreichischen Schoellerbank fest.

HB MÜNCHEN. "Die Schoellerbank wird nicht verkauft“, sagte Vorstandschef Dieter Rampl am Dienstag in München vor Journalisten. Österreich sei Kernmarkt für die HVB. Dort müsse die Bank bei Privatkunden stark aufgestellt sein. Aus Branchenkreisen hatte es zuvor geheißen, dass die zur HVB gehörende Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) über den Verkauf der Schoellerbank verhandele. Demnach solle die zur BA-CA-Gruppe zählende Schoellerbank zu 100 Prozent an die Kredietbank Luxembourg verkauft werden.

Es habe zwar ein interessantes Angebot für die Schoellerbank gegeben, dass sich die HVB auch angesehen habe, fügte Rampl hinzu. Allerdings habe sich die Bank nicht in einem strukturierten Verkaufsprozess um einen Käufer für die österreichische Privatbank bemüht. Nach dem Verkauf der Töchter Bank von Ernst, Bethmann Maffei und Norisbank hatten die Münchener keine weiteren Trennungen geplant.

Die Schoellerbank ist nach eigenen Angaben die einzige flächendeckend vertretene Privatbank Österreichs. Mit mehr als 31 000 Kunden, 15 Filialen und rund 400 Mitarbeitern hatte die Bank 2002 an ihre Mutter eine Dividende von 22,5 Mill. Euro abgeliefert.

Zudem habe sich die HVB am Dienstag entschieden, ihre Fondstochter Activest nicht in eine Partnerschaft einzubringen, sagte Rampl. Im Oktober hatte die HVB mitgeteilt, dass eine Investmentbank mit der Prüfung eines Verkaufs von Activest beauftragt worden sei.

Die Konsolidierung in der Bankenbrache wird nach Einschätzung Rampls verstärkt weitergehen. „Für uns kommt es jetzt darauf an, die Ertragskraft unserer Bank zu steigern.“ Dann könne die HVB eine aktive Rolle spielen. Zum Geschäftsverlauf im Jahr 2003 wollte er sich nicht konkret äußern, deutete aber an, dass es keine negativen Überraschungen geben werde.

Der radikale Konzernumbau werde in den kommenden Monaten weiter vorangetrieben. „Wir sind noch lange nicht am Ende der Arbeit angelangt.“ 2004 werde für die HVB wohl „nicht weniger spannend“ als das Jahr zuvor. 2003 hatte die HypoVereinsbank unter anderem die Norisbank und das Bankhaus DethmannMaffei verkauft, 25 Prozent der Bank Austria an die Börse gebracht und sich komplett von ihrem Gewerbeimmobiliengeschäft getrennt.

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