Bankangestellte in Deutschland
Sparda-Banken zahlen erstmals Altersvorsorge

Eine Neuregelung der Altersvorsorge bei den Sparda-Banken sorgt bei der Gewerkschaft Verdi für Hoffnung: Die Arbeitgeber der Volks- und Raiffeisenbanken (AVR) haben zugesagt, das Thema 2017 zu besprechen.
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FrankfurtDie Gewerkschaft Verdi erhofft sich von der Neuregelung der Altersvorsorge bei den Sparda-Banken eine Signalwirkung für die Branche. Die zwölf Sparda-Banken zahlen künftig bis zu 3,8 Prozent eines Monatsgehalts für die Altersvorsorge ihrer 6500 Mitarbeiter, wie Verdi-Verhandlungsführer Mark Roach am Montag nach Abschluss der Verhandlungen der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Er hofft, dass das Beispiel bei den Genossenschaftsbanken Schule macht.

Die Arbeitgeber der Volks- und Raiffeisenbanken (AVR) hätten bereits zugesagt, 2017 über das Thema zu sprechen. Bei den privaten Banken ist die betriebliche Altersvorsorge in der Regel über Betriebsvereinbarungen geregelt, die Sparkassen hängen an der Altersvorsorge für den öffentlichen Dienst. Insgesamt bis zu 4,3 Prozent des Gehalts fließen nach dem Abschluss bei den Sparda-Banken in eine Rentenversicherung oder Unterstützungskasse. Dafür verzichten die Mitarbeiter auf Urlaubsgeld.

Verdi hatte zum ersten Mal nach acht Jahren für die Sparda-Banken überhaupt wieder einen Tarifvertrag erstritten - auch mit Warnstreiks. Die Gehälter steigen danach zum 1. Februar wie bei den Volks- und Raiffeisenbanken um 3,0 Prozent.

Ein Jahr später gibt es bei den Sparda-Banken noch einmal 1,5 Prozent mehr - die übrigen Genossenschaftsbanker müssen sich dann mit 1,2 Prozent mehr begnügen. Dafür läuft der Sparda-Abschluss bis 31. Januar 2017, drei Monate länger als beim AVR. "Der Tarifabschluss kommt damit nahe an den Abschluss für das private Bankgewerbe", sagte Roach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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