Banken
Aareal Bank erreicht Jahresziel

Das Wiesbadener Institut konnte seinen Gewinn um 42 Prozent steigern und überraschte damit die Analysten. Vor allem bei Immobilienfinanzierungen ist Aareal nach wie vor gut aufgestellt.
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FrankfurtDie Aareal Bank wappnet sich für eine Zuspitzung der europäischen Staatsschuldenkrise. Der Immobilienfinanzierer warf im vierten Quartal einen Teil seiner italienischen Staatsanleihen aus dem Portfolio und nahm dabei auch Verluste in Kauf, wie Vorstandschef Wolf Schumacher und Finanzchef Hermann Josef Merkens am Dienstag erläuterten. Aareal halte nun noch Italien-Bonds im Volumen von 1,2 Milliarden Euro, Ende September waren es noch 1,6 Milliarden. Im dritten Quartal verdiente die Bank angesichts des schwindenden Wettbewerbs und höherer Margen im Neugeschäft glänzend, was die Aktie zum größten Gewinner im Nebenwerteindex MDax machte.

Italien sei zwar ein reiches Land, sagten Merkens und Schumacher. Doch lasse sich derzeit kaum abschätzen, ob die Regierung die Schulden in den Griff bekomme. Angesichts der instabilen politischen Lage wird es für das südeuropäische Land immer teurer, sich am Kapitalmarkt zu refinanzieren. Die Aareal Bank wendet sich auch von anderen Schuldenländern ab: Spanische, griechische und irische Staatsanleihen hält das Wiesbadener Institut überhaupt nicht mehr.

Schumacher macht sich aber nicht nur wegen der ungelösten Schuldenproblematik in der Euro-Zone Sorgen, sondern auch wegen der strengeren Regulierung für die Finanzbranche: „Das Umfeld ist viel herausfordernder als noch zu Jahresbeginn. Wir konstatieren, dass die Risiken zugenommen haben.“ Aus diesem Grund sehe die Bank auch keinen Zeitdruck bei der Rückzahlung der restlichen SoFFin-Hilfen, sondern bleibe vorerst lieber auf der sicheren Seite.

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