Banken
Lloyds verdient trotz Altlasten mehr

Der Gewinn beim britischen Geldhaus ist stärker gestiegen, als Analysten erwartet hätten. Dabei mussten die Briten 2,1 Milliarden Pfund zurückstellen. An der Börse schoss die Aktie der Bank nach oben.

LondonDie britische Großbank Lloyds kommt bei ihren Aufräumarbeiten voran und verdient wieder mehr Geld. Der bereinigte Gewinn stieg 2015 trotz weiterer Altlasten um fünf Prozent auf 8,1 Milliarden Pfund (rund 10,2 Milliarden Euro) Das teilte das Geldhaus am Donnerstag mit. Im Zuge der Finanzkrise wurde Lloyds mit Staatsgeld gerettet. Nun solle es für die Aktionäre eine Sonderdividende geben. Analysten hatten dagegen mit einem Gewinnrückgang gerechnet. Die Aktien legten neun Prozent zu.

Allerdings mussten die Briten im Schlussquartal weitere 2,1 Milliarden Pfund (rund 2,7 Milliarden Euro) für die Entschädigung von Kunden wegen umstrittener Versicherungspolicen zurückstellen. Insgesamt kosteten derartige Policen die britischen Banken bislang fast 38 Milliarden Euro. Es ist damit der schwerste Skandal dieser Art in Großbritannien. Die Kreditversicherungen sollen eigentlich einspringen, wenn ein Schuldner etwa wegen Krankheit seine Raten nicht mehr bezahlen kann. Sie wurden allerdings auch an Kunden verkauft, die den Versicherungsschutz oft gar nicht in Anspruch nehmen durften.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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