Banken Nicht alle Investmentbanker verdienen mehr

Bei Investmentbanken in den USA und Europa fallen die Gehälter für Spezialisten. Gefragt sind Experten, die sich mit bestimmten Zinsgeschäften auskennen. Die bevorstehende Leitzinserhöhung bringt Gehaltszuschläge.
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Einzelne Investmentbanker müssen Gehaltseinbußen hinnehmen – doch bei weitem nicht alle. Quelle: ap
Schild an der Wall Street

Einzelne Investmentbanker müssen Gehaltseinbußen hinnehmen – doch bei weitem nicht alle.

(Foto: ap)

New YorkDer Handel mit Zinspapieren macht für die meisten großen Banken einen wesentlich höheren Anteil ihres Geschäfts aus als der mit Aktien. In den letzten Quartalen haben die Ergebnisse dieses Geschäftsbereichs stark geschwankt. Aber die anstehende Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) sorgt für Belebung – auch bei den Gehältern.

Nach einer Erhebung der Beratungsfirma Options Research in New York haben die Experten im Geschäft mit Zinsprodukten in den USA und in Europa im ersten Halbjahr 2015 ihre Bezüge im Durchschnitt um etwa zehn Prozent gesteigert. Dazu gehört der Handel mit Staatspapieren, aber auch der Bereich des Geldmarkts und der Swap-Geschäfte, bei denen zum Beispiel Zinsen für längere Laufzeiten gegen solche für kürzere getauscht werden können.

Einen deutlichen Einbruch gab es dagegen bei Kredit-Produkten. Dazu zählen Unternehmensanleihen, der Bereich der Hochzinspapiere, Bank-Darlehen und Schulden von Unternehmen, die Sanierungsfälle sind – jeweils einschließlich der zugehörigen Derivate. Hier sind die Bezüge im ersten Halbjahr in den USA sogar um 15 Prozent gesunken, in Europa um zwölf Prozent. Einen deutlichen Rückgang gab es auch für die Angestellten im Geschäft mit Verbriefungen.

Alle drei genannten Bereiche sind Teile des Segments „Zinspapiere, Währungen und Rohstoffe“ (FICC), das für einige Geldhäuser wie Goldman Sachs oder die Deutsche Bank eine erhebliche Bedeutung hat. Wegen der gegenläufigen Tendenzen innerhalb von FICC blieb das Niveau insgesamt in den USA und Europa im Schnitt praktisch unverändert.

Berufserfahrung macht sich extrem bezahlt
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2 Kommentare zu "Banken: Nicht alle Investmentbanker verdienen mehr"

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  • "...Aber die anstehende Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) sorgt für Belebung – auch bei den Gehältern...."
    Hmmh, ist da nicht Skepsis angesagt? Schlechte Arbeitsmarktzahlen, eine Abwertung in China, die andere Abwertungen nach sich ziehen wird?
    Ich denk mal, Janet Yellen wird ihre Zinserhöhung zwar wie stets ankündigen, aber früher als November wird das nichts, falls überhaupt noch in 2015.

  • Das interessanteste an den Gehaltspaketen bei einer Investmentbank sind aber die variablen Bestandteile (sprich der Bonus). Das Fixum kann ruhig niedrig ausfallen. Es dient ja im Grunde genommen nur zur Deckung der Lebenshaltungskosten.

    Sehr von Vorteil ist auch noch ein sog. " Signing Bonus ". Also dafür, dass man(n) sich genau für diesen Arbeitgeber entscheidet. Dieser kann auch gerne in " Naturalien " bezahlt werden (z.B. einen neuen Zuffenhausener o.ä.).

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