Banken-Posse PSD-Verband einigt sich mit Regensburger Ex-Genossen

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Konkurrenz aus benachbarten Bezirken bleibt aus
So stark bestrafen Banken „Fremdgehen“
Deutsche Bank
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Deutschlands größte Bank betreibt landesweit mehr als 2.000 Geldautomaten. Deutsche-Bank-Kunden kostet das Geldabheben nichts. Wer sein Konto bei einem anderen Geldhaus führt, zahlt an Automaten der Deutschen Bank 3,95 Euro Kundenentgelt.

Postbank
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An den 2.370 Automaten der Postbank zahlen fremde Kunden ebenfalls eine Gebühr von 3,95 Euro.

Stadtsparkasse München
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Wer sich als Commerzbank-, Deutsche-Bank-, Volksbank- oder Kunde einer anderen fremden Bank an einem der 230 Geldautomaten der Stadtsparkasse München Geld ziehen will, wird mit einer Gebühr von 3,95 Euro bestraft.

Sparkasse Hannover
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Teurer wird es in Hannover: An Geldautomaten der Sparkasse Hannover müssen Fremdkunden vier Euro Gebühren hinblättern. Die Bank unterhält in der Stadt und Umgebung 222 Automaten

Frankfurter Sparkasse
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Kunden der Frankfurter Sparkasse können an 209 Geldautomaten in der Stadt und der Umgebung Bares abheben. Alle anderen Kunden zahlen eine Gebühr von 4,50 Euro.

BW Bank
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Zu den zehn Banken, die Fremdkunden mit den höchsten Gebühren fürs Geldabheben belasten, gehört auch die Baden-Württembergische Bank. Wer sein Konto nicht bei den Stuttgartern führt und dennoch einen ihrer 229 Geldautomaten nutzt, zahlt 4,55 Euro.

Hamburger Sparkasse
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Eine weitere Sparkasse langt bei fremden Kunden kräftig zu: Wer einen von 360 Bankautomaten der Hamburger Sparkasse nutzt, zahlt als Kunde einer anderen Bank 4,75 Euro.

Bisher haben die Regensburger den Namen „PSD Bank Niederbayern-Oberpfalz“ noch nicht aufgegeben. Er findet sich zwar klein, aber noch prominent auf ihrer Internetseite. „Wir gehen davon aus, dass sie einen neuen Namen finden“, sagte Verbandschef Jurgeit. Die Regensburger seien dem Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband beigetreten.

Konkurrenz aus den benachbarten PSD-Bezirken müssten die Niederbayern nicht befürchten: „Wir gehen nicht aktiv in den Markt hinein“, versprach er. Die Chefs der übrigen 14 PSD-Banken würden weiter auf Regionalität setzen. Vorgaben des Verbandes gebe es jedoch nicht: „Selbst wenn ein Mitglied als Geschäftsgebiet ganz Europa definiert – wir haben da keine Karten im Spiel.“

Der Fokus aufs regionale Privatkundengeschäft und die Baufinanzierung habe sich jedoch bewährt, erklärt Jurgeit. Trotz Niedrigzinsphase stieg der Zinsüberschuss der PSD-Gruppe im Jahr 2016 leicht, der Gewinn nach Steuern um 1,6 Prozent auf 44,8 Millionen Euro. Trotzdem schauen sich die Genossen nach neuen Ertragsquellen um: So wolle man selbständige Privatkunden künftig bei der Baufinanzierung als Kunden gewinnen. „Diese Klientel können wir bislang nicht bedienen“, so Jurgeit. Firmenkunden werde man jedoch auch weiterhin nicht ansprechen.

Mit den PSD-Banken in Nürnberg, Düsseldorf, Köln und Hamburg steigen zudem vier Institute ins Pfandbriefgeschäft ein, um sich günstiger refinanzieren zu können. Außerdem mischt die Gruppe mit zwei Geldhäusern bei einem Pilotprojekt der Genossenschaftsbanken mit, Fondsberatungen von einem Roboter erledigen zu lassen. Bis zum Sommer 2017 soll der Robo-Advisor serienreif sein. Vom Streit mit den Genossen in Regensburg bleibt künftig nur noch der blinde Fleck auf der Deutschlandkarte des PSD-Verbandes.

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