Bankenaufsicht
EU will Schattenbanken stärker durchleuchten

Der Schattenbank-Sektor wächst – sehr zum Unbehagen von EU-Ländern und Parlament. Ein neues Gesetz sieht jetzt strengere Auflagen für die Gesellschaften und eine Registrierungspflicht bestimmter Geschäfte vor.
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LondonSchattenbanken soll in der Europäischen Union künftig stärker auf die Finger geschaut werden. Das EU-Parlament und die EU-Länder verständigten sich am Mittwoch auf die endgültige Textfassung eines entsprechenden Gesetzes. Dieses soll derartigen Gesellschaften strengere Berichtspflichten bei Finanzierungsgeschäften mittels Wertpapieren und anderen Vermögenswerten auferlegen. Künftig müssen solche Geschäfte bei speziellen Registerstellen gemeldet werden – in der EU gibt es bereits sechs. Investoren sollen zudem mehr Informationen erhalten.

Solche Geschäfte seien für die Finanzierung der Wirtschaft wichtig, erklärte EU-Finanzmarktkommissar Jonathan Hill. „Das richtige Maß an Aufsicht macht es leichter, die damit verbundenen Risiken zu überwachen und einzuschätzen.“

Zum Schattenbanken-Sektor werden unter anderem Hedge- und Geldmarktfonds, spezielle Börsenhändler sowie weitere Investment-Vehikel gezählt. Anders als Banken sind sie nicht reguliert und sitzen oft in exotischen Finanzzentren und Steuerparadiesen. Sie gelten als riskant, wenn sie wie klassische Institute Geld einsammeln und Kredite vergeben. Der Sektor wächst: Nach Angaben des Finanzstabilitätsrats (FSB) stieg 2013 die Summe, mit der Schattenbanken global hantieren, um fünf Billionen auf 75 Billionen Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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