Bankenfusionen: Neustart für Italiens Banken

Bankenfusionen
Neustart für Italiens Banken

Die italienische Großbank Banca Intesa steht im Mittelpunkt der jüngsten Spekulationen über mögliche Bankenfusionen in Italien. Auch der Großaktionär Crédit Agricole soll nach Informationen aus Finanzkreisen eine mögliche Fusion Intesas mit einem anderen Institut unterstützen. Als möglicher Übernahmekandidat gilt die römische Capitalia.

kk MAILAND. Italiens Bankenmarkt befindet sich derzeit in Bewegung. Nach den zunächst gescheiterten Übernahmeversuchen ausländischer Institute im vergangenen Jahr hat die niederländische ABN Amro zu Jahresbeginn die Banca Antonveneta gekauft, und die französische BNP Paribas ist dabei, die Banca Nazionale del Lavoro (BNL) zu übernehmen. Grund für den frischen Wind ist vor allem der Wechsel an der Spitze der Zentralbank. Nach dem Rücktritt des protektionistischen Antonio Fazio hat mit Mario Draghi ein marktliberaler Ökonom das Ruder übernommen.

„Der Konzentrationsgrad der italienischen Banken ist noch immer niedrig im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern, und Draghi wird die Konsolidierung vorantreiben“, ist Stefano Gatti, Bankenexperte der Mailänder Universität Bocconi überzeugt. Da Italiens größte Bank Unicredito Italiano noch mit der Übernahme der deutschen Hypo-Vereinsbank beschäftigt ist, richtet sich das Augenmerk nun auf die Nummer zwei der Branche, die Banca Intesa.

Nach den jüngsten Spekulationen stieg die Intesa-Aktie am Dienstag erneut um zwischenzeitlich mehr als drei Prozent. Selbst eine Mitteilung der Bank, dass es derzeit keine konkreten Verhandlungen gebe, konnte dem Höhenflug nicht viel anhaben. Erst vergangene Woche hatte der Vorstandsvorsitzende von Intesa, Corrado Passera, die Übernahmespekulationen selbst angeheizt: „Wenn sich eine Gelegenheit bietet, werden wir diese wahrnehmen“, sagte er vor Journalisten, „wir dürfen den Anschluss nicht verlieren“.

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