Bankenkrise
Societe Generale plant Notverkäufe

Die französische Großbank steht mit dem Rücken zur Wand. Wegen der Griechenland-Krise droht die Herunterstufung des Ratings. Durch Stellenabbau und Spartenverkäufe sollen nun Milliarden freigesetzt werden.
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ParisAngesichts immer neuer Hiobsbotschaften aus dem hoch verschuldeten Griechenland und stark fallender Aktienkurse zieht die französische Großbank Societe Generale die Notbremse. Sie will mit einem Stellenabbau und Spartenverkäufen die Ertrags- und Kapitalbasis der Bank absichern. Bis Ende 2013 solle durch den Verkauf von Unternehmensteilen Kapital in Höhe von vier Milliarden Euro freigesetzt werden, teilte die Bank am Montag in Paris mit. Zudem solle vor allem im Investmentbanking das Risiko reduziert werden. Die Bank kündigte zudem den Abbau von fünf Prozent der Stellen im Investmentbanking an und betonte erneut, dass ihr Engagement in den hoch verschuldeten Eurozonen-Staaten kein Problem ist. Aktuell habe die Bank 4,3 Milliarden Euro in Papiere von Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien investiert.

Die Aktie der Bank war am Freitag wieder einmal abgestürzt und setzte damit ihre Talfahrt der vergangenen Wochen fort. Der Kurs verlor am Freitag um 10,58 Prozent auf 17,455 Euro. Seit Anfang Juli sank der Marktwert der Bank damit um knapp 60 Prozent auf zuletzt nur noch etwas mehr als 13 Milliarden Euro. Am Markt wird in den kommenden Tagen mit einer Abstufung der französischen Banken durch die Ratingagentur Moody's gerechnet.

Vorstandschef Frédéric Oudéa sagte, die gegenwärtige Stimmung an den Märkten sei sehr unsicher und teils irrational, deshalb sei es wichtig, sich auf die Fakten zu konzentrieren. Die Risiken der Societe Generale durch Kredite an die Euro-Krisenländer seien begrenzt, das Geschäftsmodell sei robust.

Die französischen Banken sind insgesamt sehr stark in Griechenland engagiert und zählen daher wegen der anhaltenden Probleme in dem hoch verschuldeten Land in den vergangenen Wochen zu den größten Verlierern an den Aktienmärkten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Guten Tag,.... Gott strafe Frankreich. Haben Sie schon je fuer Franzosen gearbeitet;..... kaum, denn Franzosen arbeiten nicht mit. Sie selber koennen arbeiten;..... der Franzose schaut zu und kommandiert Sie herum. Gott schicke Blitz und Donner ueber die Froschfresser. Meinetwegen sogar Heuschrecken. Besten Dank.

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