Bankenrettungsfonds
IKB gibt weitere Staatsgarantien zurück

Der Krisenbank IKB hat vorzeitig Garantien des Bankenrettungsfonds zurückgegeben. Damit spart sie nicht nur Zinsen, sondern könnte auch für potentielle Käufer attraktiver werden.
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FrankfurtDie Krisenbank IKB löst sich in kleinen Schritten vom Retter Staat. Das Düsseldorfer Institut gab weitere Garantien des Bankenrettungsfonds SoFFin über insgesamt 1,3 Milliarden Euro zurück, wie es am Mittwoch mitteilte. Die Summe entfällt zu beinahe gleichen Teilen auf zwei vom SoFFin garantierte Anleihen, für die die IKB Mitte Juli ein vorzeitiges Rückkaufangebot unterbreitet hatte. Ursprünglich hatte das Institut Papiere im Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro zurückkaufen wollen. Der SoFFin-Garantierahmen liegt nun noch bei 7,3 Milliarden Euro.

Die IKB spart mit der vorzeitigen Rückgabe der Garantien nicht nur Zinsen. Sie hübscht sich zudem für einen Käufer auf, nach dem sie schon seit Monaten sucht. Die Bank muss sich verschlanken, damit der neue Eigner die Refinanzierung stemmen kann. Als Interessent gilt etwa die französische BNP Paribas, die hierzulande ihr Mittelstandsgeschäft ausbauen will, Finanzkreisen zufolge aber auf eine weitgehende Freistellung von Risiken dringt.

Lone Star hatte die IKB im Herbst wieder zum Verkauf gestellt - für Branchenkenner überraschend früh, denn die in der Finanzkrise ins Wanken geratene Mittelstandsbank hat sich bislang nur vordergründig aus der Verlustzone gekämpft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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