Bankenstresstest
Privatbanken-Präsident bleibt gelassen

Während die Banker der Eurozone das Ergebnis des Stresstests mit Spannung erwarten, bleibt er gelassen: Der deutsche Privatbank-Präsident Jürgen Fitschen. Der Bankensektor sei schließlich stabiler denn je.
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FrankfurtDie deutschen Banken können nach Einschätzung von BdB-Präsident Jürgen Fitschen den Ergebnissen des EZB-Stresstests gelassen entgegenblicken. Zwar könne in der Euro-Zone noch das ein oder andere Geldhaus in Schwierigkeiten geraten, der Bankensektor sei jedoch stabiler denn je, sagte Fitschen, der auch Co-Vorstandschef der Deutschen Bank ist, der Zeitschrift „Super illu“ laut Vorabbericht vom Mittwoch. Die Banken hätten mehr Eigenkapital, das Risikomanagement sei verbessert und der Personalapparat verschlankt worden. „Deswegen können wir dem Ergebnis ohne Nervosität entgegensehen“, ergänzte der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB).

Dennoch hält Fitschen die Schließung einzelner Geldhäuser für möglich. Im Verhältnis zu den USA sei der Ausleseprozess auf dem europäischen Markt noch nicht abgeschlossen, die Ertragskraft der europäischen Geldhäuser sei vergleichsweise gering. „Deswegen kann es sicherlich dazu kommen, dass in der Euro-Zone noch die eine oder andere Bank in Schwierigkeiten gerät oder bei einem schlagkräftigeren Institut andocken muss.“

Die Europäische Zentralbank (EZB) übernimmt am 4. November die Oberaufsicht über die Finanzinstitute in der Währungsunion. Um vor unentdeckten Altlasten gefeit zu sein, prüft sie gemeinsam mit den nationalen Aufsehern und der EU-Bankenaufsicht EBA seit Monaten die 130 bedeutendsten Institute der Euro-Zone auf Herz und Nieren. Die Ergebnisse des Gesundheitschecks sollen Insidern zufolge am 26. Oktober veröffentlicht werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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