Bankenstudie
Vertraue keinem Banker

Das Vertrauen der Deutschen in ihre Bankberater sinkt weiter. Eine neue Studie zeigt: Bei der Kontowahl achten viele nur noch auf den Preis. Für Filialbanken ist das Ergebnis alarmierend.
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Frankfurt/DüsseldorfBankster - ein Begriff, der seit der Bankenkrise durch die Diskussionsrunden und Kommentarspalten geistert. Die Wortschöpfung aus Banker und Gangster bringt das Imageproblem auf den Punkt, das sich die Finanzbranche in der Bankenkrise eingehandelt hat. Den Schaden aus den Verlusten der rücksichtslosen Zocker tragen aber nun ausgerechnet die davon, die mit der Bankenkrise selbst nur am Rande zu tun haben: Die Filialbanken.

Auch noch sieben Jahre nach der Finanzkrise stecken die Institute in einer schweren Vertrauenskrise. Im neuen „Global Consuming Banking Survey“ der Wirtschaftsprüfer von EY, früher Ernst & Young, geben vier von zehn deutschen Bankkunden an, dass ihr Vertrauen weiter gesunken sei. 33.000 Bankkunden wurden für die Studie befragt, davon 800 in Deutschland. Nur jeder Dritte würde sein Institut weiterempfehlen. „Banken sind in der Wahrnehmung der Befragten der Auslöser der Finanzkrise von vor sieben Jahren“, sagt Ulrich Trinkaus, Partner bei EY.

Für die Filialbanken ist dieses Ergebnis eine mittelschwere Katastrophe. Ihre Hauptargumente für die höheren Kontoführungs- und Servicegebühren - die gute Beratung und die räumliche Nähe - werden von den Kunden immer weniger honoriert, glaubt man den Zahlen der Studie. Wichtigstes Argument für die Wahl der Bank sei in erster Linie der Preis. 47 Prozent geben an, wegen besserer Konditionen ein neues Konto eröffnet zu haben - weit mehr als der europäische Durchschnitt.

Das Onlinebanking wird dabei immer beliebter, nahezu zwei Drittel aller befragten Bankkunden erledigen ihre Bankgeschäfte im Netz. Nur 16 Prozent besuchen noch regelmäßig eine Filiale. Ein Anteil, der weltweit deutlich höher liegt. Das Telefonbanking scheuen die Deutschen dagegen. Es wird nur von drei Prozent regelmäßig genutzt - weltweit deutlich häufiger. „Die Kommunikation zwischen Kunde und Bank erfolgt online oder per Post - ein persönlicher Kontakt findet kaum noch statt“, sagt Trinkaus. Den Banken geht damit die Möglichkeit verloren, im Beratungsgespräch weitere Finanzprodukte zu verkaufen.

Dabei wünschen sich auch die Kunden eine stärkere Beratung: immerhin wünschen sich 59 Prozent der Befragten einen intensiveren Austausch mit ihrem Bankberater. Doch kosten darf diese Beratung nichts - nur etwa 11 Prozent wären bereit für einen individuellen Finanzplan auch zu bezahlen. „Die Mehrzahl der deutschen Bankkunden hat wenig oder kein Interesse an einer intensiveren Beschäftigung mit Finanzthemen - ein möglichst kostenloses Girokonto, eventuell eine Immobilienfinanzierung und ein Kredit zum Autokauf - mehr erwartet der Normalkunde von seiner Bank nicht“, so Trinkaus.

Der Preiswettbewerb im Kampf um die Privatkunden dürfte damit weiter zunehmen. Und die Kunden, mit denen die Banken wirklich Geld verdienen können, sind knapp. Rund 86 Prozent aller Kunden in Deutschland sind nach Angaben der Studie „Traditionalisten“ oder „Sicherheitsorientierte“, also Kunden mit verhältnismäßig kleinen Vermögen, die einfache Produkte schätzen. Wohlhabende Jungkunden und etablierte, ältere Bankkunden mit nennenswertem Vermögen machen gerade einmal 14 Prozent des Marktes aus. Dabei sind es diese Kunden, die eine höhere Nachfrage nach Produkten haben, an denen auch die Banken verdienen, wie Kreditkarten, Immobilienfinanzierung, Lebensversicherungen oder einem Wertpapierdepot. „Für diese Kunden müssen Kreditinstitute eine hohe Servicequalität und Verfügbarkeit - eventuell auch gegen Aufpreis - sicherstellen“, sagt Trinkaus. Ob sich damit das Image als Bankster ablegen lässt?

Kommentare zu " Bankenstudie: Vertraue keinem Banker"

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  • Die Beschäftigten in den Sparkassen und Banken sind Verkäufer und Vertriebler für Finanz-Produkte: "Beratung" ist ein Euphemismus für "Verkauf und Vertrieb".
    Wer einmal erlebt hat, wie ein fünfstelliger Kontokorrent innerhalb eines Monats von diesen Verkäufern auf Null gesetzt wird, hat weder Mitgefühl noch Mitleid mit Banken und Sparkassen sowie deren Beschäftigten.
    In den Call-Centern dieser Finanz-Institutionen sind zudem angelernte und ungelernte Kräfte für Stundenlöhne von rund 8 bis 9 Euro tätig; die "beraten" dann auch.
    Ach ja, ich vergaß: Am Anfang meiner Selbständigkeit wollte ich ein Kontokorrent-Konto bei der National-Bank eröffnen. Man eröffnete mir, dass mein Umsatz zu niedrig sei; gefragt seien mindestens fünfhunderttausend Euro Umsatz. Und ich solle nicht wiederkommen, das lohne sich nicht.
    Bankenrettung und so genannte "Sozialpläne" retten Banken, keine Arbeitsplätze.
    Also kein Mitleid und Mitgefühl mit den Beschäftigten im Finanz-Sektor der Banken und Sparkassen. Und kein Mitleid und kein Mitgefühl mit Banken- und Sparkassen-Insolvenzen. Das ist das Geschäft, das regelt der Markt. Und das habe ich gelernt: Das Leben endet tödlich, da hilft kein Geld.

  • Hier ein paar Erfahrungen von mir zum Thema Banken.

    1822Direkt: Beleidigte mich weil ich Fragen zum Kleingedruckten stellte. Oder das ist zu teuer für Sie ohne mich zu kennen :D.

    Commerzbank: Keine Ahnung vom eigenen P&L Verzeichnis. Wollten mich in der Filiale zur Comdirect weiterlotsen obwohl ich vor Ort wollte. Frage zu den Angebotenen Märkten zum Aktienhandel .. wir haben alle Märkte. Auf die Frage ob Sie folgendes Symbol anbieten z.B. in Vietnam muhaha .. wir rufen Sie zurück ist jetzt sechs Monate her

    Targobank: Wollte um die 50€ auf ein Konto einzahlen, fragt mich die Dame ob das mein Gehalt wäre. Ja natürlich von irgendwas muss ich ja meine Yacht bezahlen ..

    DKB: Ich stelle eine Frage zum P&L, da entsprechendes nicht aus den verfügbaren Daten hervorgeht. Was kriege ich als Antwort, das steht im P&L ..

    Und und und

    Mein Tip: Wenn es eine Bank mit Filiale sein soll, sofern möglich mehrere Zweige abklappern und vorher 10 Fragen Überlegen wo die Antworten schon bekannt sind um entsprechendes Fachwissen zu erkennen.

    Für Direktbanken ist das mit den Fragen so eine Sache, da jedesmal eine andere Person antwortet. Aber hilfreich trotzdem irgendwo. Ansonsten Preise vergleichen, sofern möglich eine Demo probieren oder aber einen Blick auf das Webinterface werfen, angebotene Sicherheitsverfahren HBCI epp.

    Für alle Aktionäre immer achten auf Kosten für Kapitalmaßnahmen und Teilausführungsgebühren und den ganzen anderen Mist den sich die Läden so ausgedacht haben.

    Gruß Micha

  • Hier ein paar Erfahrungen von mir zum Thema Banken.

    1822Direkt: Beleidigte mich weil ich Fragen zum Kleingedruckten stellte. Oder das ist zu teuer für Sie ohne mich zu kennen :D.

    Commerzbank: Keine Ahnung vom eigenen P&L Verzeichnis. Wollten mich in der Filiale zur Comdirect weiterlotsen obwohl ich vor Ort wollte. Frage zu den Angebotenen Märkten zum Aktienhandel .. wir haben alle Märkte. Auf die Frage ob Sie folgendes Symbol anbieten z.B. in Vietnam muhaha .. wir rufen Sie zurück ist jetzt sechs Monate her

    Targobank: Wollte um die 50€ auf ein Konto einzahlen, fragt mich die Dame ob das mein Gehalt wäre. Ja natürlich von irgendwas muss ich ja meine Yacht bezahlen ..

    DKB: Ich stelle eine Frage zum P&L, da entsprechendes nicht aus den verfügbaren Daten hervorgeht. Was kriege ich als Antwort, das steht im P&L ..

    Und und und

    Mein Tip: Wenn es eine Bank mit Filiale sein soll, sofern möglich mehrere Zweige abklappern und vorher 10 Fragen Überlegen wo die Antworten schon bekannt sind um entsprechendes Fachwissen zu erkennen.

    Für Direktbanken ist das mit den Fragen so eine Sache, da jedesmal eine andere Person antwortet. Aber hilfreich trotzdem irgendwo. Ansonsten Preise vergleichen, sofern möglich eine Demo probieren oder aber einen Blick auf das Webinterface werfen, angebotene Sicherheitsverfahren HBCI epp.

    Für alle Aktionäre immer achten auf Kosten für Kapitalmaßnahmen und Teilausführungsgebühren und den ganzen anderen Mist den sich die Läden so ausgedacht haben.

    Gruß Micha

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