Bankenverband: VÖB-Geschäftsführer tritt auf Druck der Landesbanken ab

Bankenverband
VÖB-Geschäftsführer tritt auf Druck der Landesbanken ab

Hans Reckers gibt seinen Geschäftsführer-Posten beim Bundesverband Öffentlicher Banken im Juni auf. Die Landesbanken sollen Druck auf seine Entscheidung ausgeübt haben. Auch im VÖB-Präsidentenamt steht ein Wechsel an.
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FrankfurtDer Geschäftsführer des Bundesverbands Öffentlicher Banken (VÖB) tritt auf Druck der Landesbanken ab. Hans Reckers werde im Juni „einvernehmlich seine Tätigkeit beenden und eine neue Aufgabe in der Finanzbranche übernehmen“, teilte der VÖB am Freitag mit. Ein Nachfolger sei noch nicht bekannt. Einige Landesbanken waren Finanzkreisen zufolge mit dem Wirken des ehemaligen Bundesbankers unzufrieden. Sie kreiden ihm mangelnden Einfluss auf politische Entscheidungen an und hoffen nun, dass ein neuer Geschäftsführer nun für frischen Wind sorgt. Der VÖB und Reckers wollten sich zum Grund für sein Ausscheiden nicht äußern. Der Vertrag von Reckers wäre Finanzkreisen zufolge noch bis Mitte 2014 gelaufen. Über den Rückzug hatte zuerst Capital.de berichtet.

Der Verband vertritt die Interessen von Landesbanken und staatlichen Förderbanken und hat 62 Mitglieder. Im Juni tritt VÖB-Präsident Christian Brand ab. Seinen Job übernimmt NordLB-Chef Gunter Dunkel. Damit steht – wie jahrelang üblich – wieder ein Landesbank-Chef an der Spitze des VÖB. Brand, der das Förderinstitut L-Bank leitet, hatte das Präsidentenamt beim VÖB im Juni 2009 übernommen, als es bei vielen Landesbanken drunter und drüber ging.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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