Bankenverbands-Chef
"Deutschland muss sagen, wo es lang geht"

Deutliche Kritik vom Präsident des Bundesverbandes Deutscher Banken: Nicht Griechenland sei schuld, wenn der Euro Probleme bekommt, sondern die Bundesregierung. Denn sie werde ihrer Führungsrolle nicht gerecht.
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BerlinDer Präsident des Bundesverbandes Deutscher Banken, Andreas Schmitz, hat der Bundesregierung in der Schuldenkrise Entscheidungsschwäche und mangelnde Führung vorgeworfen. Auch die französische Regierung führe nicht ausreichend, sagte Schmitz der „Bild“-Zeitung. „Gegen fallende Kurse ist die Politik natürlich machtlos. Das Problem ist allerdings die Führungslosigkeit Europas - die Leute, auf die es ankommt - die Regierenden in Berlin, Paris und anderswo gehen nicht mutig voran und entscheiden“, monierte der Verbandschef.

Die Regierungen ließen die Dinge treiben und würden dann ihrerseits von der Krise getrieben. Dies wiederum verunsichere die Märkte. Besonders hart kritisierte Schmitz die Bundesregierung: „Wenn der Euro tatsächlich Probleme bekäme, dann nicht wegen Griechenland, dem schwächsten Mitglied. Die Währungsunion würde dann scheitern, wenn Deutschland als stärkstes Mitglied seiner Führungsrolle nicht gerecht wird und sagt, wo es lang geht“, sagte er.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • @alex was wollen sie damit sagen? Nur weil Jean-Claude Trichet, Josef Ackermann und Nicolas Sarkozy Juden sind heißt das noch lange nicht das EZB für European Zionist Bank steht. Sie sollten etwas vorsichtiger sein mit ihrer Wortwahl.

  • warrrttett kurrz - derrrr Führrrerrrr wirrrrddds schon rrrrrichttten - jawooohhl

  • „Man sagte in den 1920ern, Deutschland zahlt. Es zahlt heute noch: Maastricht, das ist der Versailler Vertrag, nur ohne Krieg“, so Chefredakteur Franz-Olivier Giesbert 1992 „im Le Figaro“. Dann kann man nur hoffen, dass Maastricht bald stirbt. „Das ist kein Friede“, bemerkte Marschall Foch einst zum Versailler Vertrag. „Das ist ein Waffenstillstand für zwanzig Jahre.“

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