Bankerboni
Aktienhändler kassieren mehr Gehalt

Die Wall Street ist zurück. In diesem Jahr steigt das Gehalt für Aktienhändler zum dritten Mal in Folge. Damit schlagen sie ihre Kollegen vom Bondmarkt in der wichtigsten Währung der Wall Street.

Aktienhändler haben bei der Deutschen Bank, Credit Suisse und Morgan Stanley den Gehaltsthron erklommen. Die durchschnittliche Vergütung für Aktienhändler dürfte 2015 zum dritten Mal in Folge steigen. Bondhändler müssen sich hingegen wohl auf einen Rückgang einstellen – ebenso bereits im dritten aufeinanderfolgenden Jahr. Das geht aus einem Bericht der Personalagentur Options Group hervor.

Bei acht von zehn untersuchten Banken – sowohl aus Europa als auch aus den USA – übertrafen die Zuwächse bei den Aktienhandelserträgen jene im Bereich der festverzinslichen Papiere im dritten Quartal. bei acht der zehn größten europäischen und US-amerikanischen Banken, wie Bloomberg-Daten zeigen. In den vergangenen fünf Jahren haben Aktien nur 2013 besser abgeschnitten. Die gesamten Aktienhandelserträge im dritten Quartal stiegen um drei Prozent gegenüber dem Vorjahresvolumen, während die Erträge aus festverzinslichen Papieren, Devisen und Rohstoffen um 17 Prozent gesunken sind.

„Die Teilnahme am Bondmarkt ist seit 2008 zurückgegangen“, sagt Michael Woischneck, Fondsmanager bei Lampe Asset Management in Deutschland. Im Gegensatz haben Aktien „gute Unterstützung und der Zufluss in Aktien ist auch in den kommenden Jahren gegeben.“ Trotz begrenzter Boni-Auszahlungen dank neuer europäische Regeln, reizen auch in Deutschland immer mehr Banker das Maximum ihrer Boni-Zahlungen aus, wie eine Studie der Europäischen Bankaufsicht feststellte.

Der Bereich Festverzinsliche ist wegen Kapitalvorschriften und einer Verlagerung zum elektronischen Handel unter Druck geraten, die die Margen in einigen Märkten gedrückt hat. Banken versuchen auch, die Menge des vom Bondhandelsgeschäft verbrauchten Kapitals zu begrenzen. Das verringert ihre Bereitschaft, als Marktmacher für Anleihen zu fungieren, die sie möglicherweise Wochen oder Monate halten müssen.

Das Aktiengeschäft erfordert in der Regel weniger Kapital. Ein Großteil der Verlagerung auf den elektronischen Handel geschah bereits vor der Finanzkrise. Der Ertrag bei Aktiengeschäften ist in den vergangenen fünf Jahren stärker gewachsen als bei festverzinslichen Wertpapieren.

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