Bankgebühren
Die neue Solidarität bei der GLS Bank

Die genossenschaftliche GLS Bank führt eine Art Solidarbeitrag in Höhe von 60 Euro im Jahr ein. Die Mitglieder der Ethikbank stimmten mehrheitlich für den neuen Grundbeitrag. Die Gebühr ist ein Novum in der deutschen Finanzbranche.
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FrankfurtTrotz teils deutlicher Kritik einzelner Mitglieder kann die genossenschaftliche GLS Bank ab dem kommenden Jahr einen sogenannten Grundbeitrag verlangen. Jeder Privatkunde der Ethikbank muss dann fünf Euro im Monat zahlen – zuzüglich zur Kontoführungsgebühr von 3,80 Euro. Für junge Kunden fällt der neue „Soli“ mit einem Euro aber deutlich geringer aus.

Auf der außerordentlichen Generalversammlung am Wochenende stimmten fast 80 Prozent der Mitglieder für die Einführung des Grundbeitrags. Bankchef Thomas Jorberg zeigte sich angesichts des „großen Rückhalts“ erfreut.

Insgesamt kamen rund 1.200 Mitglieder, die jeweils Anteile an der alternativen Bank halten, zu der Versammlung – was allerdings nur ein Bruchteil aller Mitglieder ist. Denn 45.000 der insgesamt 210.000 GLS-Kunden halten Anteile an dem Geldhaus.

Die Einführung eines Grundbeitrags ist ein Novum in der deutschen Bankenlandschaft. Die GLS Bank hatte bereits Anfang dieses Jahres angekündigt, dass sie an einem „Grundsolidarbeitrag“ für ihre Leistungen arbeitet, wie Jorberg damals sagte. Auf der Jahresversammlung im Juni hatte das Geldhaus dann nochmal für das neue Gebührenmodell geworben.

Der Bank geht es darum, mit Hilfe der Grundvergütung ihr Geschäftsmodell zu verteidigen. „Wir wollen uns frei machen von dem Druck, bestimmte Geschäfte zu machen, die wir nicht wollen“, so Jorberg zu Jahresbeginn. Das Geldhaus wolle zudem unabhängiger von den Finanzmärkten werden.

Die GLS Bank hat zudem im November die Gebühren für das Girokonto auf 3,80 Euro im Monat erhöht. Insgesamt kostet das Konto also künftig monatlich 8,80 Euro. Bei vielen anderen Geldhäusern ist das Girokonto ähnlich teuer.

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Deutschlandweit werden Girokonten teurer

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  • Hallo zusammen,
    ich finde jetzt, das eine Satzungsänderung mit knapp 80% nicht überwältigend ist (nötig waren 75%). Und die kamen auch nur zustande, weil Enthaltungen nicht mitgezählt wurden.
    Das es darüber hinaus bedenkenswerte Alternativen gab (von Negativzins auf liquide Geldmittel bis hin zu freiwilligen Zahlungen und Trennung der Kernaufgaben vom Bankgeschäft) wird in diesem Artikel leider unterschlagen. Wer mehr wissen möchte: d.schumacher@owako.de

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