Bankgehälter
JP-Morgan-Banker kassieren weiterhin üppige Boni

Viele europäische Banken setzen den Rotstift an und kürzen Bonus-Zahlungen für ihre Mitarbeiter. Die amerikanische Großbank JP Morgan zeigt sich davon unbeeindruckt und hält ihren Bonuspool stabil.

JP Morgan, die nach Erträgen weltgrößte Investmentbank, wird ihren Bonuspool gegenüber 2014 weitgehend unverändert belassen. Dies teilte das Institut ihren Top-Managern mit, wie es aus Finanzkreisen verlautete. Sollten die Geschäfte im Dezember besser laufen als erwartet, könnten sich die Pläne noch ändern.

Damit kann die amerikanische Bank ihre Bonus-Zahlungen für ihre Mitarbeiter zumindest stabil halten. Andere europäische Banken hatten zuletzt angekündigt die Boni für ihre Mitarbeiter zu kürzen. Die Deutsche Bank kürzt ihren Bonuspool beispielsweise um rund ein Drittel - das spart der Bank etwa 500 Millionen Euro ein. Die Credit Suisse will ihren Pool um bis zu 60 Prozent reduzieren. Einige Banker bei Barclays erhalten möglicherweise gar keinen Bonus in diesem Jahr, berichtete die Londoner Sunday Times.

„Ich glaube, dass die Leute im Bankensektor zu viel Geld verdienen,“ sagte zuletzt Deutsche-Bank-Chef John Cryan. „Ein Problem in der Krise war, dass das Management als Ziel vorgegeben hat, so viel Geld wie möglich zu verdienen und die Bezahlung hat das reflektiert.“

"Angesichts höherer Kosten durch neue Compliance-Vorschriften ist es nicht selbstverständlich, dass eine Bank seinen Bonus-Pool stabil halten kann", sagt Michael Karp, Vorstandsvorsitzender der Personalagentur Options Group Inc.

Die vom CEO Jamie Dimon geführte JPMorgan hat an ihrem weltweiten Bankenmodell festgehalten, während europäische Konkurrenten Geschäftsbereiche zurückgefahren und ihre Kosten gesenkt haben. 30 Prozent der Erträge des Bereichs Firmenkunden und Investmentbanking musste die Bank im vergangenen Jahr für Gehälter aufwenden. Diese Quote ist in den vergangenen fünf Jahren stabil geblieben.


Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
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